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Griezmann oder Messi - einer der beiden Stars muss nach Hause

Ab Samstag geht es an der WM in die entscheidende Phase. Gleich der erste Achtelfinal birgt viel Zündstoff. Bei Frankreich - Argentinien begegnen sich um 16.00 Uhr zwei frühere Weltmeister.
Lionel Messi vor dem WM-Achtelfinal gegen Frankreich (Bild: KEYSTONE/AP/RICARDO MAZALAN)

Lionel Messi vor dem WM-Achtelfinal gegen Frankreich (Bild: KEYSTONE/AP/RICARDO MAZALAN)

(sda)

Vier Stunden später stehen sich Uruguay und Portugal gegenüber.

In Kasan kommt es zum ersten direkten Vergleich zweier früherer Champions: Frankreich, der Weltmeister von 1998, gegen Argentinien, den Gewinner der Turniere von 1978 und 1986. Einer wird auf der Strecke bleiben, im gleichen Stadion, in dem sich am letzten Mittwoch Titelverteidiger Deutschland so unerwartet früh verabschiedet hat.

Frankreich wie Argentinien wissen viele Weltstars in ihren Reihen, beide können spektakulären Fussball bieten, doch beide haben in der Vorrunde sehr wenig geglänzt. Die Südamerikaner schienen nach dem 0:3 gegen Kroatien bereits auf dem Heimweg, derweil die Franzosen in ihrer Gruppe zwar ungefährdet blieben, aber in allen drei Partien vor allem in der offensiven Zone einen schläfrigen Eindruck hinterliessen. Ganze zwei Tore gelangen ihnen aus dem Spiel heraus. Trainer Didier Deschamps, der vor seinem 80. Spiel als Nationalcoach steht und damit den bisherigen Rekordhalter Raymond Domenech übertrifft, konnte das nicht gefallen.

Dass der französische Motor so stotterte, wurde vor allem Antoine Griezmann angelastet. Der Stürmer von Atlético Madrid kam bisher kaum in die Gänge, dreimal wurde er jeweils in der zweiten Halbzeit ausgewechselt. «Ich bin sicher, mein gewohntes Level noch zu erreichen», sagt Griezmann, «schon an der EM vor zwei Jahren lief es mir erst ab der K.o-Phase gut.» Dort hatte er sich noch die Torschützenkrone geholt.

Messi in K.o.-Spielen der WM noch ohne Tor

Viel wird für die Franzosen davon abhängen, wie sie dem Wirken von Lionel Messi standhalten. Auch der Weltstar aus Argentinien erfüllte die Erwartungen bisher kaum, sein einziges Tor beim 2:1-Sieg gegen Nigeria offenbarte aber seine ganze Brillanz. Wie er einen weiten Pass mit dem Oberschenkel annahm, sich danach den Ball vorlegte und in die Maschen drosch - das war Fussballkunst pur.

«Einer allein kann ihn nicht stoppen», sagt Frankreichs Verteidiger Presnel Kimpembe, «man muss es im Kollektiv machen.» Auch Samuel Umtiti, Messis Klubkollege in Barcelona, weiss natürlich um die Gefährlichkeit des argentinischen Stars im Eins-zu Eins. Er sagt aber auch: «Lionel hat im Nationalteam nicht dieselben Mitspieler, die Spielweise von Barcelona ist anders.» Erstaunlich: Noch an keiner WM hat Messi in einer K.o.-Runde ein Tor geschossen.

In der Vergangenheit stand Messi immer Deutschland vor dem grossen Triumph. 2006 und 2010 scheiterten die Argentinier im Viertelfinal, vor vier Jahren in Brasilien verloren sie das Endspiel. Die Bilanz gegen den Gegner vom Samstag präsentiert sich vielversprechender. Auf Frankreich trafen die Südamerikaner an einer WM erst zweimal. 1930 und 1978 auf dem Weg zum Titel, beide Partien gewann Argentinien.

Ronaldo gegen die statistisch beste Abwehr

In Sotschi hatte Cristiano Ronaldo seine WM lanciert. Gleich drei Tore gelangen ihm im ersten Gruppenspiel beim 3:3 gegen Spanien. Nun muss der Europameister aus Portugal, der sich im weiteren Verlauf beim 1:0 gegen Marokko und beim 1:1 gegen den Iran sehr schwer tat, erneut im Olympiastadion von 2014 ran. Diesmal geht es am Schwarzen Meer gegen Uruguay und um den Einzug in die Viertelfinals, in denen der Sieger der Partie Frankreich - Argentinien der nächste Gegner wäre.

Die Aufgabe wird jedoch schwierig. Real Madrids Stürmerstar Ronaldo sieht sich einer Abwehr gegenüber, die als einzige der 32 Teams in der Vorrunde keinen Gegentreffer zuliess und deren zentrale Stützen er aus vielen Kämpfen in der spanischen Liga bestens kennt: Diego Godin und José Gimenez, die beiden Innenverteidiger von Atletico Madrid.

Die wohl schnittigste Waffe Uruguays bleibt aber trotz der guten Defensive das Sturmduo mit Luis Suarez und Edinson Cavani. Vor vier Jahren hatten es die Südamerikaner noch nicht gepackt. Damals gab es die unsägliche Beiss-Attacke von Suarez und schliesslich das Achtelfinal-Out gegen Kolumbien. Inzwischen sind beide 31-Jährig. Es dürfte ihre letzte Chance sein, etwas Grosses zu reissen.

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