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Frankreich und Belgien haben viele Gemeinsamkeiten

Frankreich und Belgien machen heute den ersten Finalisten dieser WM unter sich aus. Viele der Protagonisten beider Teams kennen einander aus dem Liga-Alltag und haben einen Bezug zum Gegner.
N'Golo Kanté (Bild) will Teamkollege Eden Hazard das Leben schwer machen (Bild: KEYSTONE/EPA/YOAN VALAT)

N'Golo Kanté (Bild) will Teamkollege Eden Hazard das Leben schwer machen (Bild: KEYSTONE/EPA/YOAN VALAT)

(sda)

Das Bild machte in den Tagen vor dem ersten WM-Halbfinal die Runde. Wie Eden Hazard mit seinen beiden Brüdern Thorgan und Kylian 2000 in einem Familienurlaub auf einem Foto posiert, alle mit einem Fussball-Shirt mit der Nummer 10. Es ist aber nicht das belgische Nationaltrikot, das die drei Brüder tragen, sondern das französische, dasjenige von Zinédine Zidane.

Wenn Belgien am Dienstag in St. Petersburg zum zweiten Mal nach 1986 um den Einzug in einen WM-Final spielt, führt Eden Hazard Belgien als Captain im Trikot mit der Nummer 10 auf das Feld. Der 27-Jährige hat einen besonderen Bezug zu Frankreich. Nur wenige Kilometer von der französischen Grenze aufgewachsen, wechselte Hazard als 14-Jähriger in die Nachwuchsabteilung des OSC Lille, wo er zwei Jahre später seinen ersten Profivertrag unterschrieb. Nach dem Gewinn des Double 2011 und als bester Spieler der Ligue 1 (2011/2012) verliess er Frankreich 2012 in Richtung London zu Chelsea.

Hazard steht als Symbol für die vielen Gemeinsamkeiten der beiden Halbfinalisten. «Es wir ein ungewöhnliches Spiel», sagte Frankreichs Captain Hugo Lloris. «Wir sind Nachbarn und kennen uns gegenseitig mehr als nur gut.» Je zwölf Spieler begegnen am Dienstag einem Teamkollegen aus dem Kluballtag. Die belgischen Verteidiger Toby Alderweireld und Jan Vertonghen hören bei Tottenham Hotspur auf die Kommandos von Lloris, mit Eden Hazard, Thibaut Courtois, Olivier Giroud und N'Golo Kanté figurieren auf beiden Seiten je zwei Spieler von Chelsea in der Startaufstellung. Und auch bei Paris Saint-Germain stehen insgesamt vier Spieler beider Teams unter Vertrag, wobei der Belgier Thomas Meunier gesperrt ist.

Thierry Henry als fehlendes Puzzleteil

Eine besondere Rolle nimmt Thierry Henry ein. Der französische Rekord-Torschütze (51 Tore) mit den zweitmeisten Länderspielen in der Geschichte für «Les Bleus» (123) gehört zum Trainer-Staff der Belgier. «Er brachte das ein, was uns gefehlt hat: die Erfahrung, wie man einen grossen Titel gewinnt», sagte Belgiens Trainer Roberto Martinez über seinen berühmten Assistenten. «Er ist das perfekte Puzzlestück, das uns noch gefehlt hat.»

Frankreichs Trainer Didier Deschamps freut sich auf das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Nationalmannschaftskollegen, mit dem er 1998 den bisher einzigen WM-Titel für Frankreich errungen hat und zwei Jahre später auch den EM-Titel gewann. Dies sei sicherlich keine einfache Situation für ihn, sagte Deschamps. Zwar habe Henry mit Arsenal wohl oft gegen französische Teams gespielt, «aber gegen sein Heimatland anzutreten, hat doch noch eine ganz andere Bedeutung».

Schlüsselspieler Kanté

Eine Schlüsselrolle im Duell der beiden besten Offensivteams dieser WM kommt N'Golo Kanté zu. Der defensive Mittelfeldspieler der Franzosen muss das schaffen, was Brasilien im Viertelfinal eine Stunde lang nicht gelungen ist: das belgische Umschaltspiel zu unterbinden. Kevin de Bruyne, Eden Hazard und Romelu Lukaku überforderten mit ihren Tempovorstössen die brasilianische Defensive immer und immer wieder.

Kanté spielt eine starke WM und gehört in den Kategorien Ballgewinne, Balleroberungen und gewonnene Zweikämpfe zu den Top 5 an diesem Turnier. Für das Gleichgewicht innerhalb eines Teams ist der 27-Jährige mit malischen Wurzeln unverzichtbar. «Er ist der beste Spieler der Welt auf dieser Position», lobte Eden Hazard in der «L'Equipe» seinen Teamkollegen von Chelsea. «Wenn er top ist, dann gewinnst du zu 95 Prozent das Spiel.»

Das Duell zwischen Hazard und Kanté ist nur eines vieler wegweisenden Duelle der Partie, in der sich die belgische Defensive einem weiteren Härtetest unterzieht. Frankreich verfügt in der Offensive über mindestens so viel Talent wie Brasilien. Schafft es Martinez mit seiner ausgeklügelten Taktik, nach Neymar, Philippe Coutinho und Gabriel Jesus auch Antoine Griezmann, Kylian Mbappé und Olivier Giroud zu stoppen. «Für die Mannschaft und ganz Belgien ist dies eine einmalige Chance», sagte der Spanier.

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