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Die Schweizer wollen mutig sein

Seit der WM-Auslosung hat Nationalcoach Vladimir Petkovic den WM-Auftakt gegen Brasilien im Kopf. Jetzt ist die Vorbereitung abgeschlossen und die Schweizer wollen zeigen: Den Mutigen gehört die Welt.
Vladimir Petkovic geht mit viel Vertrauen ins Spiel gegen Brasilien (Bild: KEYSTONE/EPA KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)

Vladimir Petkovic geht mit viel Vertrauen ins Spiel gegen Brasilien (Bild: KEYSTONE/EPA KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)

(sda)

Am Freitag sind die Schweizer von ihrem WM-Quartier in Togliatti 1000 km in südwestlicher Richtung nach Rostow am Don geflogen. Über 30 Grad warm war es am Spielort auch am Abend noch. Dies hatte die Schweizer langsam auf WM-Betriebstemperatur gebracht, bevor das Team am Samstag richtig in der WM ankam - im Stadion von Rostow am Don, das neu für diese WM gebaut und erst vor zwei Monaten eröffnet wurde.

Draussen wurde noch gewerkelt an der Arena, Treppen wurden geschrubbt und die Rasenflächen vor dem Stadion geschnitten. Drinnen absolvierten die Schweizer ihr Abschlusstraining. Es ging dabei nur noch darum, Bekanntschaft mit dem Rasen zu machen, der die Bühne sein wird für das Startspiel gegen den fünffachen Weltmeister Brasilien. Die taktische und spielerische Vorbereitung war da bereits abgeschlossen. «Ich weiss es!», antwortete Nationalcoach Vladimir Petkovic auf die Frage, ob er wisse, wie sein Team am Sonntag aufspielen wolle.

«Wir wollen das Maximum»

Die Antwort, so banal sie klingen mag, offenbart das Selbstvertrauen, das die Schweizer an die WM mitgebracht haben. Zeigen sie den Mut und das Vertrauen in die eigene Stärke auch im Spiel, wird man gegen Brasilien und den Superstar Neymar eine Schweizer Mannschaft sehen, die versuchen wird mitzuspielen. «Wir müssen das Glück provozieren. Dies schafft man nicht, wenn man defensiv spielt. Ein Unentschieden ist immer nur ein halbes Resultat. Wir wollen das Maximum herausholen», sagte Petkovic.

Neben dem Trainer sass in diesem Moment Stephan Lichtsteiner, der Captain mit der Erfahrung von 100 Länderspielen. «Wir dürfen nicht gross nachdenken, gegen wen wir spielen. Es geht auch darum, unser Spiel zu spielen», so der 34-Jährige. Sie hätten viel dafür gearbeitet, in der Weltrangliste weit oben und in der Nähe der Top-Teams zu stehen, so Lichtsteiner. «Die Mannschaft ist mental gewachsen. Jetzt müssen wir das am Sonntag zeigen.»

«Wir suchen Lösungen, nicht Ausreden»

Mit Juventus Turin hat Lichtsteiner sieben Mal in Folge den Meistertitel in der Serie A gewonnen. Erfolg zu haben, ist für ihn zum Alltag geworden. Ein solches Sieger-Gen hat er auch im Nationalteam erkannt. Auf die Frage eines brasilianischen Journalisten, ob die hohen Temperaturen für die Schweizer ein Nachteil sein könnten, antwortete er: «Wenn wir verlieren, ist es nicht wegen des Wetters. Wir haben eine Siegermentalität entwickelt, dank der wir nach Lösungen suchen, nicht nach ausreden.»

Eine solche Entwicklung hat auch Verbandspräsident Peter Gilliéron festgestellt. «In den letzten vier Jahren haben unserer Spieler viele Erfahrungen gemacht in den grossen Ligen. Deshalb dürfen sie zu Recht mutig auftreten. Sie sind reifer geworden.» Die Erwartungen sollen dennoch im Rahmen bleiben. «Ich gebe kein offizielles Ziel heraus. Im Fussball ist immer alles möglich, und es entscheiden manchmal Zentimeter. Hätte Ricardo Rodriguez in den Playoffs gegen Nordirland nicht auf der Linie abgewehrt, wären wir vielleicht gar nicht in Russland.»

Der Grat zwischen dem besten WM-Ergebnis seit 64 Jahren und einem frühen Ausscheiden könnte in Russland tatsächlich schmal sein. Deshalb träumen die Schweizer vom Viertelfinal, wissen aber auch, «dass es vorerst darum geht, diese schwere Gruppe zu überstehen», wie Lichtsteiner sagte. «Dass die Erwartungen hoch sind, ist ein Kompliment für unsere Leistungen in der letzten Zeit.»

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