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Der Schweizer Stammkeeper Yann Sommer vor der WM-Premiere

Seit vier Jahren gehört Yann Sommer in der Bundesliga zur oberen Keeper-Kategorie. Vor seiner WM-Premiere spricht er mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA über anspruchsvolle Momente in der Nati.
Einer von zahlreichen Leadern im Schweizer Nationalteam: Yann Sommer (Bild: KEYSTONE/MELANIE DUCHENE)

Einer von zahlreichen Leadern im Schweizer Nationalteam: Yann Sommer (Bild: KEYSTONE/MELANIE DUCHENE)

(sda)

Der 29-jährige Goalie thematisiert zudem den prickelnden Turnierauftakt gegen den Rekordweltmeister Brasilien. Die Nummer 1 der Schweiz, inzwischen bei 172 Pflichtspielen mit Borussia Mönchengladbach angelangt, äussert sich auch zur schwierigen Saison auf Klubebene.

Yann Sommer, Sie stehen ab sofort im globalen Rampenlicht - mit dem Klub hingegen verpassten Sie das internationale Geschäft erneut.

Sommer: «Meine vier Jahre bei Borussia Mönchengladbach waren sehr lehrreich und schön. Wir hatten sehr viele positive Momente mit den Spielen in der Champions League und in der Europa League, aber auch weniger tolle - wie zum Beispiel die letzte Saison, in der nicht alles so verlief, wie wir uns das vorgenommen hatten. Aber ich spiele für einen gut aufgestellten Klub, der jedes Jahr Ambitionen hegt und eine Mannschaft mit viel Qualität hat.»

Sie sind im Verein und im Nationalteam gleichermassen gesetzt. In beiden Auswahlen sind Big Saves von Ihnen keine Seltenheit. Zuletzt brillierten Sie beim 1:1 in Spanien.

«Mein Ziel ist vor jedem Spiel, der Mannschaft die Möglichkeit zu geben, die Partie gewinnen zu können. Im Verein wie in der Nationalmannschaft. Ich bin Teil des Teams und als Goalie genauso auf die Mitspieler angewiesen wie sie auf mich.“

Ihre Selbsteinschätzung passt zur generellen Wahrnehmung der Nationalmannschaft. Ist das gesunde Augenmass ein Plus?

«Wir können uns tatsächlich sehr gut einschätzen. Das liegt an der Erfahrung und hat mit den Führungsspielern zu tun. Wir haben zahlreiche Leader im Team, die ein gesundes Selbstvertrauen vorleben.“

SFV-Captain Stephan Lichtsteiner sprach vor ein paar Wochen über die inzwischen immens hohen Erwartungen. Wie taxieren Sie die Ausgangslage?

«Wir trauen uns viel zu. Nur muss man sich die Ziele so setzen, dass Step by Step Fortschritte möglich sind. Es wäre gefährlich zu sagen, wir müssten in den Viertelfinal kommen. Gegen Brasilien, Serbien und Costa Rica, die Kontrahenten in unserer Gruppe, sind wir schon stark gefordert. Wir sind darum gut beraten, uns vorerst nur auf diese Phase des Turniers zu konzentrieren.»

Das klingt defensiv.

«Warum? Es bringt nichts, sich über derartige Dinge zu unterhalten, solange sie nicht Realität sind. Wenn man an den zweiten Schritt denkt, bevor der erste gemacht ist, kann man leicht ins Stolpern geraten.“

Wie wichtig war eigentlich der Stresstest im WM-Playoff gegen die Nordiren?

«Ich spürte während meiner Karriere nicht oft mehr Druck als in diesen zwei Partien. Für die Öffentlichkeit stand fest: Gegen eine solche Mannschaft darf die Schweiz nicht ausscheiden. Wir hingegen wussten haargenau, wie schwierig die Angelegenheit in Tat und Wahrheit sein würde.»

Am 17. Juni steht eine Aufgabe an, die mit nichts zu vergleichen ist in den letzten Jahren: Der WM-Auftakt gegen Brasilien.

«Ein toller Start! Wir wollen selbstbewusst auftreten, mutig auch, und an jenem Tag alles daran setzen, Brasilien zu schlagen.“

Ein Spiel für Generationen?

«Ein Spiel jedenfalls mit viel Drive und auch enormen mentalen Herausforderungen. Es braucht an diesem Tag von unserer Seite eine Topleistung.»

Ein Schlüsselfaktor ist der Coach. Wie nehmen Sie die Entwicklung von Vladimir Petkovic wahr?

«Er hat uns als Mannschaft weitergebracht. Er hat ein bemerkenswertes Feingefühl für seine Spieler, geht gut auf uns ein. Er lebt Professionalität, aber auch eine gewisse Lockerheit vor. Diese Mischung ist für uns ein wichtiger Faktor, um erfolgreich zu sein.»

Seine Lockerheit wirkt nicht gespielt.

«Nein, sicher nicht! Seine Akzeptanz ist hoch. Der Coach strahlt Vertrauen aus und pflegt einen guten Umgang mit den Akteuren. Er nimmt die Spieler mit ins Boot auf den Weg zu gemeinsamen Zielen. Das Ergebnis seiner Arbeit ist sicht- und spürbar.»

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