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«Dario Cologna ist in Schweden bekannter»

Nur bierernst ist die WM nicht. Ein schwedischer Journalist mischt das Turnier mit lockeren Sprüchen auf - vor dem Achtelfinal der Schweiz gegen die Nordländer stattet er dem SFV-Camp einen Besuch ab.
«Party-Janne»: Schwedens anfänglich kritisch beäugter Nationaltrainer Janne Andersson (im Bild) hat sich Respekt verschafft - auch denjenigen des kecken «Expressen»-Reporters Ludvig Holmberg (Bild: KEYSTONE/EPA/RONALD WITTEK)

«Party-Janne»: Schwedens anfänglich kritisch beäugter Nationaltrainer Janne Andersson (im Bild) hat sich Respekt verschafft - auch denjenigen des kecken «Expressen»-Reporters Ludvig Holmberg (Bild: KEYSTONE/EPA/RONALD WITTEK)

(sda)

Der «Expressen» schwärmt in halb Russland aus. Das Stockholmer Boulevard-Blatt lotet dabei auch Grenzen aus. Im Camp der gescheiterten Weltmeister bot Reporter Ludvig Holmberg dem Juventus-Star Sami Khedira vor dem Gruppenspiel der DFB-Elf gegen Schweden ein selber gebasteltes Rückreise-Ticket an.

«Wir waren überrascht, wie entspannt Khedira reagiert hat - ganz wie ein Gentleman.» Inzwischen ist der kecke Frontmann der auflagenstarken Zeitung im Trainingszentrum der Schweizer Equipe eingetroffen. Ähnliche Aktionen seien nicht geplant, liess Holmberg verlauten.

Ein Bonmot fällt ihm aber auch zum nächsten Kontrahenten der Skandinavier ein: «Ich würde mal behaupten, dass Dario Cologna in Schweden bekannter ist als die ganze Schweizer Fussball-Mannschaft.» Holmberg weiss, wovon er spricht: Der Langlauf-Kommentator verfolgt den vierfachen Olympiasieger im Winter aus beruflichen Gründen hautnah.

Schnee und Eis spielen derzeit keine Rolle, in den urbanen schwedischen Zentren rollt der Ball. In den Vorstadt-Quartieren dominiert ein Thema: die WM. Zwei bis drei Millionen sitzen im Schnitt vor den TV-Schirmen. «Der Fussball boomt enorm», so Holmberg.

Dabei hätte noch im vorletzten Sommer kaum ein Experte eine derartige Entwicklung für möglich gehalten. Janne Andersson hinterliess zunächst einen ungemein spröden Eindruck. Dass er 2015 den Aussenseiter Norrköping zum Meister geformt hatte, war zu Beginn wenig hilfreich.

«Die wenigsten von uns trauten ihm viel zu», gibt «Expressen»-Schreiber Holmberg zu. Inzwischen wird seine professionelle Arbeit in allen Kreisen respektiert. Seinem eher trockenen Humor begegnen die Beobachter mit feiner Ironie: «Party-Janne» nennen sie ihn mittlerweile.

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