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Belgien und England vor vermeintlich leichten Aufgaben

Die Europäer in der krassen Favoritenrolle - so präsentiert sich die Ausgangslage heute in der Gruppe G, wenn sich Belgien ab 17.00 Uhr mit Panama und England ab 20.00 Uhr mit Tunesien misst.
Eden Hazard ist einer der Trümpfe der Belgier, die Grosses vorhaben (Bild: KEYSTONE/EPA/STEPHANIE LECOCQ)

Eden Hazard ist einer der Trümpfe der Belgier, die Grosses vorhaben (Bild: KEYSTONE/EPA/STEPHANIE LECOCQ)

(sda)

Die Engländer starteten in der Vergangenheit fast stets mit dem Selbstverständnis in eine WM, als wäre 1966 und damit der bislang einzige WM-Titel gerade gestern gewesen. An der WM in Russland werden ihnen aber nicht einmal in ihrer Vorrundengruppe die besten Chancen eingeräumt. Als stärker eingeschätzt werden die Belgier, wenngleich auch sie an den letzten beiden Grossanlässen die Erwartungen nicht ganz einlösen konnten.

Vor vier Jahren in Brasilien blieb Belgien in den WM-Viertelfinals mit 0:1 an Argentinien hängen, aber vor allem das Out an den Europameisterschaften von 2016, als die Mannschaft ebenfalls in den Viertelfinals mit 1:3 gegen Wales scheiterte, sorgte für Ernüchterung. «Ein erneutes Ausscheiden in den Viertelfinals wäre eine Enttäuschung», blickt Mittelfeldspieler Axel Witsel voraus. Unter die letzten 4 hat es Belgien erst ein einziges Mal geschafft: 1986 in Mexiko, wo es in den Halbfinals ein 0:2 gegen den späteren Weltmeister Argentinien absetzte. Diesmal visieren die Belgier gar das Endspiel an. «Wir wollen in den Final kommen», betont Chelseas Eden Hazard.

Wer sich im Turnier so hohe Ziele setzt, für den kann der Aufgalopp gegen den WM-Neuling Panama eigentlich nur eine Episode auf dem Weg zu Grösserem sein. In Belgiens Kader tummeln sich 13 Spieler aus der englischen Premier League, 11 von ihnen sind bei Klubs aus den Top 5 der abgelaufenen Saison tätig. Stürmer Dries Mertens sagt: «Jede an der WM vertretene Mannschaft bringt etwas mit», Island habe das beim 1:1 gegen Argentinien gezeigt.

Panama, noch nie Länderspiel-Gegner der Belgier, scheint im Vergleich zu den robusten Wikingern aber doch noch eine ganze Nummer kleiner. Ende März war die Equipe in der Schweiz gleich mit 0:6 unterlegen. Und am vergangenen Montag hatte Belgien Panamas stärker eingeschätzten zentralamerikanischen Nachbarn Costa Rica mit 4:0 abgefertigt. Panama liess aber in der Qualifikation, die es erst 1978 ein erstes Mal überhaupt bestritt, immerhin die USA hinter sich. Lange galt ja im Vier-Millionen-Volk am Kanal Baseball als Sportart Nummer 1.

Englands Startgegner Tunesien, zuletzt 2006 an einer Endrunde vertreten, überstand in vier Versuchen noch nie eine Vorrunde, holte sich aber bei allen Teilnahmen zumindest einen Punkt. 1998 trafen die Nordafrikaner zum bisher einzigen Mal an einer WM auf England. In Marseille verloren sie damals 0:2.

In Wolgograd wollen es die in der Qualifikation ungeschlagenen Tunesier besser machen. Die letzten Testspiele steigerten ihr Selbstbewusstsein. Gegen Portugal und die Türkei erkämpften sie sich ein 2:2, gegen Spanien verloren sie lediglich 0:1. Doch die Aufgabe gegen England wird schwer. Die drei Teams aus Afrika, die bisher in Russland zum Einsatz kamen, starteten alle mit einer Niederlage ins Turnier. Ägypten unterlag Uruguay ebenso 0:1 wie Marokko dem Iran, Nigeria verlor gegen Kroatien 0:2.

Die Engländer, erstmals seit 2002 an einem grossen Turnier ohne den letztes Jahr zurückgetretenen Wayne Rooney und aktuell angeführt von Stürmerstar Harry Kane, verloren keines ihrer Testspiele vor der WM, obwohl sie sich starke Gegner ausgesucht hatten. Gegen Deutschland und Brasilien gab es je ein 0:0.

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