Verletzte nach Explosion in der Nähe von Touristen-Bus

Bei einem Anschlag auf einen Touristenbus in Ägypten sind mindestens 17 Menschen verletzt worden. Ein Sprengsatz explodierte in der Nähe der Pyramiden von Gizeh an einer Strasse.

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Bei der Explosion in der Nähe von Gizeh wurden mehrere Menschen verletzt. (Bild: KEYSTONE/EPA/MOHAMED HOSSAM)

Bei der Explosion in der Nähe von Gizeh wurden mehrere Menschen verletzt. (Bild: KEYSTONE/EPA/MOHAMED HOSSAM)

(sda/ap/dpa)

Staatsbedienstete, die nicht namentlich genannt werden wollten, berichteten über den Anschlag vom Sonntag. Der Bus habe mindestens 25 Personen transportiert, überwiegend aus Südafrika, hiess es. Unter den Verwundeten seien auch Touristen.

Beim Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hiess es auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, die Vertretung in Kairo sei in Kontakt mit den lokalen Behörden, nach deren Angaben gebe es keine Schweizer Opfer.

Der Bus sei auf einer Strasse in der Nähe der Baustelle für das Grosse Ägyptische Museum gefahren, berichteten Staatsbedienstete. Sicherheitskräfte hätten den Ort der Explosion abgesperrt.

Verletzte in Spitalpflege

Die Verletzten seien in ein nahegelegenes Spital gebracht worden. Die Explosion habe die Windschutzscheibe eines anderen Autos beschädigt. Auf im Internet verbreiteten Aufnahmen waren zerstörte Fenster des Busses zu sehen.

Der ägyptische Staat bekämpft seit Jahren auf der Sinai-Halbinsel islamische Extremisten. Bisweilen sind auch andere Landesteile von dem Aufstand betroffen gewesen und die Extremisten verübten dort Gewalt gegen Christen oder Touristen.

Die Reisebranche hatte schon nach dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi durch das Militär im Jahr 2013 und Massenprotesten im Land gelitten, sich in den vergangenen Monaten aber erholt.

Der Anschlag war der zweite auf Touristen in der Nähe der berühmten Pyramiden innerhalb eines halben Jahres. Im Dezember erfasste ein Sprengsatz einen Bus mit 15 vietnamesischen Touristen, von denen mindestens drei ums Leben kamen.