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Travail.Suisse will um mindestens 2 Prozent höhere Löhne

Mindestens 2 Prozent mehr: Mit dieser Forderung steigen Travail.Suisse, Syna, transfair und Hotel&Gastro in die Lohnverhandlungen für 2019 ein. Sie fordern generelle Lohnerhöhungen.
Mindestens 2 Prozent mehr: Der Dachverband Travail.Suisse meldet seine Forderungen für das nächste Jahr an. (Bild: KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD)

Mindestens 2 Prozent mehr: Der Dachverband Travail.Suisse meldet seine Forderungen für das nächste Jahr an. (Bild: KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD)

(sda)

Der wirtschaftliche Aufschwung müsse allen zugute kommen, begründen der Dachverband Travail.Suisse und die ihm angeschlossenen Verbände Syna, transfair und Hotel&Gastro in einer Mitteilung vom Donnerstag diese Forderung. Sie argumentieren nicht nur mit der guten Konjunktur, sondern auch mit der wieder anziehenden Teuerung.

Wachstum prognostiziert

Für 2018 prognostiziere das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) ein Wirtschaftswachstum von 2,4 Prozent und für 2019 ein Wachstum von 2,0 Prozent, sagte Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse, gemäss Redetext. 2017 habe die Teuerung bei 0,5 Prozent gelegen, und 2018 dürften es 1,0 Prozent sein.

Bei den Löhnen sehen die Verbände Nachholbedarf. Die Angestellten hätten dazu beigetragen, dass die Finanz- und Weltwirtschaftskrise ab 2007 in der Schweiz kaum spürbare Folgen hinterlassen habe, stellte Fischer fest. Zu Zeiten der Frankenstärke seien Arbeitszeiten verlängert worden, und die Löhne hätten sich, wenn überhaupt, bescheiden entwickelt.

Mit Blick auf Kaufkraft und Privatkonsum verlangen die Verbände generelle Lohnerhöhungen. Der Anteil solcher Lohnerhöhungen ist nach Angaben von Travail.Suisse gesunken, von 69 Prozent im Zeitraum 2006-2009 auf noch 35 Prozent im Zeitraum 2014-2017.

Dass in den vergangenen Jahren der Fokus vor allem auf der Erhöhung einzelner Löhne lag, ging laut Travail.Suisse vor allem auf Kosten der untersten Einkommen. «Gerade sie werden bei einer individuellen Verteilung am ehesten übergangen», sagte Fischer. Travail.Suisse will deshalb auch über Erhöhungen von Mindestlöhnen verhandeln.

Syna will bis 3 Prozent mehr

Die Gewerkschaft Syna steigt mit ihren Forderungen etwas höher ein: Zwei bis drei Prozent mehr Lohn müssen es in ihren Augen im nächsten Jahr sein, je nach Branche und Unternehmen.

Im Bauhauptgewerbe fordert Syna 150 Franken mehr Lohn. In den Branchen des Baunebengewerbes müssen neben dem generellen Teuerungsausgleich von 1 Prozent die Löhne generell um ein weiteres Prozent angehoben werden.

Im Dienstleistungssektor dürfen die Löhne von Angestellten mit EFZ-Lehrabschluss laut Syna nicht unter 4500 Franken liegen. Für das Gesundheitswesen will Syna 2 Prozent Lohnerhöhung und um 100 Franken höhere Mindestlöhne respektive Lohnbänder.

Für den Detailhandel - in Läden und im Onlinehandel - verlangt Syna Lohnerhöhungen von mindestens 2 Prozent. Löhne unter 5000 Franken müssen um mindestens 100 Franken erhöht werden. Bei den Mindestlöhnen gemäss GAV Tankstellenshops soll die Teuerung ausgeglichen und die Löhne um weitere 2 Prozent angehoben werden.

Nullrunden unerwünscht

Den Angestellten des Industriesektors soll ebenfalls die Teuerung ausgeglichen und Reallohnerhöhungen von bis 2 Prozent gewährt werden. In der MEM-Branche (Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie) wiederum sollen die Reallohnerhöhungen 1 bis 2 Prozent betragen.

Nullrunden, Einmal-Zahlungen oder nur individuelle Lohnanpassungen wolle die Syna «in diesem Jahr» nicht sehen, sagte Präsident Arno Kerst an der Medienkonferenz laut Redetext.

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