Ryanair streicht wegen Coronakrise Fluggastziel zusammen

Ryanair wird wegen der Coronakrise deutlich weniger Passagiere zählen als vor einigen Monaten noch erwartet. Im Geschäftsjahr zu Ende März 2021 werde nun mit 50 Millionen Fluggästen gerechnet, sagte Firmenchef Michael O'Leary.

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Ryanair rechnet wegen der Coronakrise mit einem Passagiereinbruch um ein Drittel im laufenden Geschäftsjahr, das bis Ende März 2021 dauert.

Ryanair rechnet wegen der Coronakrise mit einem Passagiereinbruch um ein Drittel im laufenden Geschäftsjahr, das bis Ende März 2021 dauert.

KEYSTONE/DPA/THOMAS FREY
(sda/awp/reu)

Das entspricht einem Drittel der im Vorjahreszeitraum von dem irischen Billigflieger transportierten Passagiere. Das sind noch mal zehn Millionen weniger als im Juli prognostiziert. Im Mai war der Marktführer Ryanair sogar noch von 80 Millionen Passagieren ausgegangen.

«Wir hoffen, dass ein Impfstoff möglicherweise im ersten Quartal des nächsten Jahres verfügbar ist. Aber ich denke, dass wir den Winter 2020 abschreiben müssen», sagte der Airline-Chef der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Das könne zu geringeren Auslastungen führen.

Laut O'Leary könnten deswegen weitere Standorte geschlossen werden und Kapazitäten reduziert werden. Für Deutschland oder Italien sei aber auch ein Ausbau des Angebots denkbar.

Die Coronakrise setzt der Branche massiv zu. Wegen der Reisewarnungen blieben zwischen April und Juni etwa 99 Prozent der Ryanair-Maschinen am Boden. Seither läuft der Flugbetrieb nur sehr schleppend, was zu Entlassungen führt - allerdings laut O'Leary weniger als die ursprünglich 3000 anvisierten Stellenstreichungen.