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Rolls-Royce steigt bei Boeings geplantem mittelgrossen Jet aus

Der britische Triebwerkshersteller Rolls-Royce zieht sich aus dem Rennen um den Antrieb für Boeings geplantem mittelgrossen Passagierjet zurück.
An Boeings neuen mittelgrossen Passagierflugzeug wird kein Treibwerk von Rolls-Royce hängen. (Bild: KEYSTONE/AP/JOSEPH NAIR)

An Boeings neuen mittelgrossen Passagierflugzeug wird kein Treibwerk von Rolls-Royce hängen. (Bild: KEYSTONE/AP/JOSEPH NAIR)

(sda/awp/dpa)

Die neue Triebwerkstechnik werde nicht wie von Boeing verlangt im Jahr 2025 fertig sein, teilte Rolls-Royce am Donnerstag in London mit. Die Briten hoffen nun, dass ihr Triebwerk der nächsten Generation bei einem Grossraumjet zum Einsatz kommt, der in der zweiten Hälfte des nächsten Jahrzehnts herauskommt.

Der weltgrösste Flugzeugbauer Boeing denkt seit mehreren Jahren laut über die Entwicklung eines mittelgrossen Passagierjets nach, der die Lücke zwischen Langstreckenjets wie der Boeing 787 «Dreamliner» und den Mittelstreckenjets der 737-Reihe füllen soll. Dieses «New Midsize Airplane» (NMA) wird bereits unter dem inoffiziellen Namen Boeing 797 gehandelt. Boeing hat aber noch nicht entschieden, ob der Flieger wirklich gebaut wird. Auch das Bündnis aus der United-Technologies-Tochter Pratt & Whitney und dem deutschen Triebwerksbauer MTU macht sich Hoffnung, die Triebwerke für den Flieger liefern zu dürfen.

Rolls-Royce-Chef Warren East musste am Donnerstag ausserdem den Aktionären erklären, dass der Konzern 2018 seine Auslieferungsziele verpasst hat. Zudem drückten hohe Sonderlasten von 1,3 Milliarden britischen Pfund (1,5 Mrd Euro) auf die Bilanz. Dazu gehörte eine Abschreibung wegen der Produktionseinstellung beim weltgrössten Passagierjet A380 und Kosten wegen konstruktionsbedingter Triebwerksprobleme bei der Boeing 787 «Dreamliner».

Unterdessen konnte der Konzern seinen Umsatz um 7 Prozent auf 15,7 Milliarden Pfund steigern, und der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn verdoppelte sich auf 616 Millionen Pfund. Unter dem Strich sackte Rolls-Royce auch aufgrund der Sonderkosten tief in die roten Zahlen. Der Nettoverlust lag bei 2,4 Milliarden Pfund nach 3,4 Milliarden Gewinn ein Jahr zuvor.

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