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London will iranischen Öltanker gegen Zusicherung freigeben

Im Streit zwischen London und Teheran über einen in Gibraltar festgesetzten iranischen Öltanker gibt es erste Anzeichen einer Entspannung. Der britische Aussenminister Hunt stellte eine Freigabe des Schiffes durch die Behörden im britischen Überseegebiet in Aussicht.
Der unter panamaischer Flagge fahrende Supertanker «Grace 1» vor Gibraltar. (Bild: KEYSTONE/AP/MARCOS MORENO)

Der unter panamaischer Flagge fahrende Supertanker «Grace 1» vor Gibraltar. (Bild: KEYSTONE/AP/MARCOS MORENO)

(sda/dpa)

Dies unter der Bedingung, dass der Iran zusichert, dass die Ladung nicht für Syrien bestimmt ist. Das teilte Jeremy Hunt am Samstag nach einem Telefongespräch mit seinem iranischen Kollegen Mohamed Jawad Zarif per Twitter mit. Zarif habe versichert, dass der Iran das Problem lösen wolle und keine Eskalation suche, betonte Hunt. Eine Bestätigung aus Teheran für die Angaben gab es zunächst nicht.

Die Behörden in Gibraltar und die britische Royal Navy hatten den Supertanker «Grace 1» in der vergangenen Woche vor Gibraltar wegen des Verdachts auf illegale Öllieferungen nach Syrien festgesetzt. Der Kapitän und drei weitere Mitglieder der Besatzung wurden vorübergehend festgenommen, aber inzwischen wieder gegen Kaution freigelassen.

Unklares Ziel des Tankers

Der Iran protestierte gegen das Vorgehen der britischen Behörden, bestellte mehrmals den Botschafter ein und forderte, das Schiff sofort weiterfahren lassen. Der oberste Gerichtshof in Gibraltar ordnete jedoch an, dass das Schiff mindestens bis zum 21. Juli nicht wieder auslaufen darf. Der Iran bestreitet, dass die Öllieferung für Syrien bestimmt war, gibt aber auch nicht an, was stattdessen das Ziel des Supertankers gewesen sein soll.

Verschärft wurde der Streit durch einen Zwischenfall mit einem britischen Tanker in der Strasse von Hormuz am Mittwoch. Britischen Angaben zufolge hatten dort drei iranische Boote versucht, das britische Handelsschiff an der Durchfahrt zu hindern. Eine britische Fregatte zwang sie jedoch zum Abdrehen. Teheran bestritt jedoch, in den Vorfall verwickelt zu sein.

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