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Hugo Boss will mit Online-Geschäft Wachstum ankurbeln

Der Modekonzern Hugo Boss hat sich für die kommenden vier Jahre ehrgeizige Wachstumsziele gesetzt. Diese will Konzernchef Mark Langer vor allem mit dem Ausbau des Online- und Asien-Geschäftes erreichen.
Das deutsche Modehaus setzt auf Online, um das Wachstum wieder in Schwung zu bringen. (Bild: KEYSTONE/AP/FRANCOIS MORI)

Das deutsche Modehaus setzt auf Online, um das Wachstum wieder in Schwung zu bringen. (Bild: KEYSTONE/AP/FRANCOIS MORI)

(sda/awp/reu)

«Wir wollen schneller wachsen als der Markt und unser Gewinn soll sich deutlich besser entwickeln als unser Umsatz», sagte Langer am Donnerstag. Neben dem Ausbau der Geschäftsaktivitäten müsse Boss aber auch schneller werden und auf aktuelle Markttrends und Wetterkapriolen reagieren. Dann werde es auch nicht mehr solche Rabattschlachten wie nach dem langen heissen Sommer diesen Jahres geben.

Langer betonte zudem, die Aussicht auf einen geordneten Brexit mache Hoffnung. «Ein geordneter Ausstieg Grossbritanniens wird die Auswirkungen des Brexit auf unser Geschäft minimieren.» Am Mittwochabend hatte das britische Kabinett grünes Licht für den EU-Ausstiegsvertrag gegeben.

Onlinegeschäft und Asien

Bis 2022 plant Langer, den Umsatz währungsbereinigt im Schnitt um fünf bis sieben Prozent zu steigern und die operative Ergebnismarge auf 15 Prozent von derzeit rund zwölf Prozent zu erhöhen. Dabei soll unter anderem das Onlinegeschäft für Rückenwind sorgen, dessen Umsatz sich in den kommenden vier Jahren auf rund 400 Millionen vervierfachen soll.

Er sei zudem sicher, dass Boss in Asien - vorrangig in China - noch erhebliches Wachstumspotenzial hat, ergänzte Langer. Er peile in der Region bis 2022 ein jährliches Wachstum im zweistelligen Prozentbereich an, so dass der Umsatzanteil von Asien auf 20 Prozent von derzeit rund 15 Prozent zulegen wird.

Bei Boss sorgten zuletzt Rabattschlachten für Gewinneinbussen. Im dritten Quartal sank der operative Gewinn vor Sondereffekten um zwölf Prozent auf 126 Millionen Euro. Der Umsatz legte währungsbereinigt lediglich um ein Prozent auf 710 Millionen Euro zu.

Während die Geschäfte in Europa wetterbedingt schleppend verliefen, hätten sie sich in Asien robust entwickelt, hiess es vergangene Woche. Um den digitalen Vertrieb, der im Quartal um 40 Prozent zulegte, weiter auszubauen, vereinbarte Langer mit Zalando eine engere Kooperation.

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