Französische Wirtschaft um fast 14 Prozent eingebrochen

Die französische Wirtschaft ist im zweiten Quartal wegen der Corona-Pandemie deutlich stärker abgestürzt als die deutsche.

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Die französische Wirtschaft ist im zweiten Quartal wegen der Corona-Pandemie deutlich abgestürzt.

Die französische Wirtschaft ist im zweiten Quartal wegen der Corona-Pandemie deutlich abgestürzt.

KEYSTONE/EPA/IAN LANGSDON
(sda/awp/reu)

Das Bruttoinlandsprodukt fiel von April bis Juni um 13,8 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt Insee am Freitag in Paris eine frühere Schätzung bestätigte.

Konsum, Exporte und Investitionen brachen jeweils ein. Zum Vergleich: Die deutsche Wirtschaft büsste im Frühjahr 9,7 Prozent ein. Der landesweite Lockdown zur Eindämmung der Pandemie hatte weite Teile der französischen Wirtschaft lahmgelegt: Geschäfte und Hotels mussten bis 11. Mai schliessen. Cafés und Restaurants durften erst ab 2. Juni wieder aufmachen.

Angesichts der Konjunkturbelebung der vergangenen Wochen geht Finanzminister Bruno Le Maire davon aus, dass es in diesem Jahr insgesamt nicht ganz so schlecht werden dürfte wie bislang angenommen. Ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von weniger als den bislang erwarteten elf Prozent sei möglich. «Wir haben tatsächlich eine Verbesserung erzielt», sagte Le Maire. So kletterte das Geschäftsklima im August auf den höchsten Stand seit Monaten. Auch die Konsumausgaben legten erneut zu: Im Juli gab es ein Plus von 0,5 Prozent.

Frankreich hatte zuletzt 6111 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das ist der höchste Zuwachs seit dem Ende der Corona-Beschränkungen.