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Ermittlungen wegen Geldwäsche gegen Grossbank ABN Amro

Die niederländischen Behörden ermitteln wegen des Verdachts der Geldwäsche gegen die Grossbank ABN Amro. Das niederländische Institut wird verdächtigt, über einen längeren Zeitraum Geldwäscheverdachtsanzeigen zu spät oder gar nicht abgegeben zu haben
Eine in einer Reihe von vielen Banken unter Geldwäsche-Verdacht - die niederländische ABN Amro. (Bild: KEYSTONE/EPA/RICK NEDERSIGT)

Eine in einer Reihe von vielen Banken unter Geldwäsche-Verdacht - die niederländische ABN Amro. (Bild: KEYSTONE/EPA/RICK NEDERSIGT)

(sda/awp/reu)

Die Bank habe das Verhalten ihrer Kunden zudem nicht ausreichend unter die Lupe genommen und Geschäftsbeziehungen mit verdächtigen Kunden nicht rechtzeitig abgebrochen, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Die Ermittler äusserten sich nicht dazu, welchen Zeitraum sie untersuchen.

Ein ABN-Amro-Sprecher sagte, die Bank sei am Mittwoch über die Ermittlungen informiert worden und habe keine Informationen zu den möglichen Auswirkungen. Im August hatte das Geldhaus gewarnt, dass ihr möglicherweise Strafen wegen Geldwäsche drohen. Zuvor hatte die niederländische Zentralbank angeordnet, dass ABN Amro alle Privatkunden in den Niederlanden auf mögliche Geldwäsche und andere kriminelle Aktivitäten untersucht.

Reihe von Geldwäscheskandalen

Im vergangenen Jahr hatte eine Reihe von Geldwäscheskandalen in Europa für Aufsehen gesorgt. Erst am Dienstag und Mittwoch sicherten Ermittler bei der Deutschen Bank Unterlagen wegen des Verdachts auf Beihilfe zur Geldwäsche im Skandal um die Danske Bank. Die Deutsche Bank war jahrelang als Korrespondenzbank für die grösste dänische Bank tätig, die im Zentrum des weltgrössten Geldwäscheskandals steht.

Der ABN-Amro-Wettbewerber ING wurde im September 2018 zu einer Rekordstrafe von 775 Millionen Euro verdonnert. Die Behörden warfen der grössten niederländischen Bank mangelnde Kontrollen von Kundenkonten vor.

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