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Deutscher Automobilclub rät sparsamen Campern von der Schweiz ab

Die Schweiz ist das teuerste Campingland Europas. Der preisbewusste deutsche Tourist schlägt seine Zelte darum besser am Fuss der Zugspitze statt in Sichtweite von Rigi und Matterhorn auf. Das findet zumindest der ADAC.
Trotz ihrem Ruf als Hochpreisland hat die Schweiz im letzten Jahr deutlich mehr Campinggäste angelockt als 2016. (Symbolbild) (Bild: KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI)

Trotz ihrem Ruf als Hochpreisland hat die Schweiz im letzten Jahr deutlich mehr Campinggäste angelockt als 2016. (Symbolbild) (Bild: KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI)

(sda)

Die Schweiz ist das teuerste Campingland Europas. Der preisbewusste deutsche Tourist schlägt seine Zelte darum besser am Fuss der Zugspitze statt in Sichtweite von Rigi und Matterhorn auf. Das findet zumindest der ADAC.

"Die Berge in Deutschland sind genauso schön wie in der Schweiz - aber viel günstiger." Diesen Schluss zieht der deutsche Automobilclub ADAC aus einem aktuellen Preisvergleich, den er für seinen "Campingführers 2018" erhoben hat.

Zwar seien Ferien in der Schweiz mit der Aufwertung des Euro wieder etwas billiger geworden. Mit Übernachtungskosten von durchschnittlich 46,78 Euro für zwei Erwachsene und ein zehnjähriges Kind bleibe das Alpenland aber das teuerste Campingziel in Europa.

Dagegen nächtigen deutsche Camper laut ADAC auf heimatlichen Plätzen besonders günstig. Nur gerade 29,13 zahle die Musterfamilie hier und somit deutlich weniger als im europäischen Schnitt (35,50 Euro).

Zweitteuerstes Campingland ist gemäss dem ADAC-Preisvergleich Italien mit 46,35 Euro. Auf den Plätzen drei und vier folgen Dänemark (41,32) und die Niederlande (40,94). Am günstigsten ist abgesehen von Deutschland Schweden (31,11 Euro) und Österreich (34,31 Euro).

Camper kommen trotzdem

Spitzenpreise hin oder her - 2017 haben die Schweizer Campingplätze deutlich mehr Gäste angelockt als im Vorjahr. Beim grössten Anbieter TCS erhöhte sich die Zahl der Logiernächte um 8 Prozent auf rund 530'000. Für den gesamten Sektor liegen noch keine Jahreszahlen vor, doch allein von Januar bis September nahmen die Übernachtungen nach den Zahlen des Bundesamts für Statistik gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent auf 3,1 Millionen zu.

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