Deutsche Produktion steigt dritten Monat in Folge - aber nur leicht

Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion nach den Corona-bedingten Einbrüchen den dritten Monat in Folge gesteigert.

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Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion nach den Corona-bedingten Einbrüchen den dritten Monat in Folge gesteigert.

Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion nach den Corona-bedingten Einbrüchen den dritten Monat in Folge gesteigert.

KEYSTONE/AP/ERIK SCHELZIG
(sda/awp/reu)

Industrie, Bau und Energieversorger stellten im Juli zusammen 1,2 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Ökonomen hatten hier allerdings mit einem deutlichen stärkeren Plus von 4,7 Prozent gerechnet. Im Juni hatte es noch ein Plus von 9,3 Prozent gegeben, im Mai von 7,4 Prozent.

«Im Juli hat sich die seit Mai zu beobachtende Erholung der Produktion fortgesetzt, wenngleich mit niedrigerem Tempo», teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. In der Industrie habe die Produktion zuletzt fast 90 Prozent ihres Niveaus vom vierten Quartal 2019 erreicht, der Zeit vor Ausbruch der Corona-Pandemie. «Die wieder bessere Stimmung in den Unternehmen und die gesunkene Kurzarbeit sprechen dafür, dass sich der Aufholprozess in den kommenden Monaten fortsetzt, wenngleich er noch einige Zeit in Anspruch nehmen dürfte», erwartet das Ministerium.

Die exportabhängige Industrie allein steigerte ihre Produktion zu Beginn der zweiten Jahreshälfte um 2,8 Prozent. Sie hatte zuletzt drei Monate in Folge mehr Aufträge an Land gezogen, nachdem sie wegen der Corona-Rezession im In- und Ausland schwere Einbrüche verzeichnet hatte. In den kommenden Monaten erwartet die Industrie eine leichte Zunahme ihrer Produktion. Der entsprechende Ifo-Indikator stieg im August um 1,1 auf 15,4 Punkte. «Nach und nach kommt der Motor der deutschen Wirtschaft, die Industrie, wieder in Gang», sagte der Leiter der Ifo-Befragungen, Klaus Wohlrabe. (Reporter: Rene Wagner, redigiert von Christian Rüttger - Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 030 2201 33711 (für Politik und Konjunktur) oder 030 2201 33702