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Deutsche Detailhändler starten schwach in zweite Jahreshälfte

Die deutschen Detailhändler sind mit unerwartet hohen Umsatzeinbussen in die zweite Jahreshälfte gestartet. Ihre Einnahmen schrumpften im Juli um 2,1 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.
Die deutschen Detailhändler sind mit unerwartet hohen Umsatzeinbussen in die zweite Jahreshälfte gestartet. Ihre Einnahmen schrumpften im Juli um 2,1 Prozent zum Vormonat. (Bild: KEYSTONE/AP dapd/DANIEL KOPATSCH)

Die deutschen Detailhändler sind mit unerwartet hohen Umsatzeinbussen in die zweite Jahreshälfte gestartet. Ihre Einnahmen schrumpften im Juli um 2,1 Prozent zum Vormonat. (Bild: KEYSTONE/AP dapd/DANIEL KOPATSCH)

(sda/awp/reu)

Preisbereinigt (real) fiel der Rückgang mit 2,2 Prozent sogar noch einen Tick stärker aus. Das war zugleich das grösste Minus in diesem Jahr. Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang von 1,0 Prozent gerechnet, nachdem es im Juni noch ein sehr kräftiges Plus von 3,0 Prozent gegeben hatte.

Trotz des Rückschlags steuert die Branche auf ihr zehntes Wachstumsjahr in Folge zu. Ihr Umsatz wuchs in den ersten sieben Monaten um 3,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Der Internet- und Versandhandel kam dabei auf ein Plus von 8,2 Prozent, während das Geschäft mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren um 0,1 Prozent schrumpfte.

Der Branchenverband HDE rechnet im Gesamtjahr mit einem Umsatzplus von 2 Prozent auf gut 537 Milliarden Euro. Dazu soll vor allem der boomende Online-Handel beitragen.

Rezessionsgefahr droht

Die deutsche Wirtschaft ist derzeit besonders auf eine starke Binnennachfrage mit einem robusten Privatkonsum angewiesen, weht ihr doch auf den Auslandsmärkten starker Gegenwind ins Gesicht. Handelskonflikte, die Brexit-Unsicherheit und die schwächere Weltkonjunktur dämpfen derzeit die Nachfrage nach Waren «Made in Germany».

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) schrumpfte deshalb im zweiten Quartal um 0,1 Prozent. Geht es im laufenden Sommerquartal erneut nach unten, steckt Deutschland erstmals seit dem Jahreswechsel 2012/13 technisch gesehen in einer Rezession. Davon sprechen Ökonomen, wenn die Wirtschaft zwei Quartale hintereinander schrumpft.

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