Corona-Krise verhagelt Coca-Cola das zweite Quartal

Der US-Getränkehersteller Coca-Cola hat die Auswirkungen der Corona-Pandemie im zweiten Quartal deutlich zu spüren bekommen.

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Die Corona-Krise verhagelt Coca-Cola das zweite Quartal.

Die Corona-Krise verhagelt Coca-Cola das zweite Quartal.

KEYSTONE/EPA/SEBASTIEN NOGIER
(sda/awp/dpa)

Von April bis Ende Juni brach der Nettogewinn verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um fast ein Drittel auf 1,8 Milliarden Dollar (1,6 Mrd Euro) ein, wie der Pepsi-Erzrivale am Dienstag in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia mitteilte. Der Umsatz ging um 28 Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar zurück.

Besonders bei gewerblichen Kunden wie Restaurantketten, die pandemiebedingt Filialen schliessen mussten, liess die Nachfrage stark nach. Vorstandschef James Quincey geht indes trotz der erneuten Corona-Eskalation in den USA davon aus, dass das Unternehmen das Schlimmste hinter sich hat. «Wir glauben, das zweite Quartal wird sich als das herausforderndste in diesem Jahr erweisen.»

Bereits im Verlauf des Vierteljahres habe sich die Situation deutlich verbessert, hiess es im Geschäftsbericht des Konzerns. Ende April hatte Coca-Cola berichtet, der Getränkeabsatz sei weltweit um rund 25 Prozent geschrumpft. Im Juni seien es noch zehn Prozent gewesen, im Juli liege der Rückgang bisher nur noch im mittleren einstelligen Prozentbereich. Angesichts der anhaltenden Unsicherheiten wegen der Pandemie traut sich der Konzern allerdings keine Jahresprognose zu.

Insgesamt lagen die Ergebnisse etwa im Rahmen der Markterwartungen. Während der Gewinn die Prognosen der Wall Street leicht übertraf, hatten sich viele Analysten bei den Erlösen ein bisschen mehr ausgerechnet. Anleger reagierten zunächst positiv auf die Zahlen und liessen die Aktie vorbörslich deutlich steigen. Im bisherigen Jahresverlauf hatte Coca-Cola allerdings einen schweren Stand und musste bereits Kursverluste von knapp 17 Prozent verkraften.