Corona-Krise brockt Cathay Pacific Milliardenverlust ein

Die Corona-Krise hat die asiatische Fluggesellschaft Cathay Pacific im ersten Halbjahr tief in die roten Zahlen gerissen. Unter dem Strich rechnet die Airline mit einem Verlust von 9,9 Milliarden Hongkong-Dollar nach 1,3 Milliarden Gewinn ein Jahr zuvor.

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Auch die Flugzeuge von Cathay Pacific blieben wegen Corona grösstenteils am Boden: Bild vom 6. März 2020.

Auch die Flugzeuge von Cathay Pacific blieben wegen Corona grösstenteils am Boden: Bild vom 6. März 2020.

KEYSTONE/AP/Kin Cheung
(sda/awp/dpa)

Das teilte sie sie am Freitag in Hongkong mit. Das Geschäft des Unternehmens, das sich auf Langstreckenflüge spezialisiert hat, läuft nur sehr langsam wieder an. Im Juni lag das Passagieraufkommen mit 27 106 Fluggästen nur bei rund einem Prozent des Vorjahreswerts. Im August sollen höchstens zehn Prozent der Flüge wieder stattfinden.

«Das Umfeld für den internationalen Luftverkehr bleibt unglaublich unsicher angesichts der Reisebeschränkungen und Quarantäne-Regeln, die rund um den Globus weiterhin gelten», sagte Cathay-Manager Ronald Lam. Es gebe keine deutlichen Zeichen für baldige Verbesserungen. Die Gesellschaft hat deshalb 2,4 Milliarden Hongkong-Dollar abgeschrieben, vor allem auf 16 Flugzeuge, die vor Sommer 2021 kaum wieder eingesetzt werden dürften.

Angesichts der schwierigen Lage hat die Regierung in Hongkong bereits ein Rettungspaket geschnürt, durch das Cathay Pacific insgesamt 39 Milliarden Hongkong-Dollar an frischem Kapital und Krediten zufliessen sollen. Die Aktionäre haben dem Vorhaben in dieser Woche zugestimmt.

Der weitgehende Stopp weltweiter Flüge im Zuge der Corona-Pandemie hat Cathay wie anderen Fluggesellschaften auch grosse Probleme gebracht. Langstreckenflüge sind von den Reisebeschränkungen besonders betroffen. Die Krise werde die Branche grundlegend verändern, sagte Manager Lam nun.