Cisco-Konzern in Patentstreit zu Milliarden-Strafe verurteilt

Der Netzwerk-Spezialist Cisco ist in einem Patentrechtsstreit zu einer Zahlung von insgesamt mehr als 1,9 Milliarden Dollar verurteilt worden. Das Unternehmen kündigte umgehend an, in Berufung zu gehen.

Drucken
Teilen
Der US-Netzwerkausrüster Cisco ist von einem US-Gericht zur Strafzahlung von 1,9 Milliarden Dollar wegen der Verletzung von Patentrechten verurteilt worden.

Der US-Netzwerkausrüster Cisco ist von einem US-Gericht zur Strafzahlung von 1,9 Milliarden Dollar wegen der Verletzung von Patentrechten verurteilt worden.

KEYSTONE/AP/Paul Sakuma
(sda/dpa/reu)

Der zuständige US-Richter Henry Morgan entschied am Montag (Ortszeit) in Norfolk, dass das Unternehmen die Rechte des klagenden Kontrahenten Centripetal Network auf «vorsätzliche und ungeheuerliche» Weise verletzt habe.

Weil Cisco mutwillig gehandelt habe, müsse der Konzern das Zweieinhalbfache seiner Schulden bei Centripetal von 755,8 Millionen Dollar plus Zinsen zahlen, sagte Morgan. Zudem verfügte der Richter hohe Lizenzgebühren für die nächsten sechs Jahre. Cisco kündigte daraufhin an, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Centripetal hatte dem Rivalen Patentverletzungen bei Sicherheitsprogrammen vorgeworfen.