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Chemiekonzern Bayer wegen Wetter und Glyphosat-Klagen unter Druck

Während die Glyphosat-Klagewelle gegen Bayer weiter an Fahrt gewinnt, bekommt der deutsche Chemiekonzern in seinem Agrargeschäft nun auch noch extreme Wetterschwankungen zu spüren.
Der Leverkusener Chemiekonzern Bayer steht wegen des extremen Wetters aber auch wegen immer mehr Klagen im Zusammenhang mit Krebsrisiken bei seinem glyphosathaltigen Unkrautvernichter unter Druck. (Bild: KEYSTONE/AP/CLAUDIA SCHMIEDT)

Der Leverkusener Chemiekonzern Bayer steht wegen des extremen Wetters aber auch wegen immer mehr Klagen im Zusammenhang mit Krebsrisiken bei seinem glyphosathaltigen Unkrautvernichter unter Druck. (Bild: KEYSTONE/AP/CLAUDIA SCHMIEDT)

(sda/awp/reu)

Der Ausblick für das laufende Jahr sei deshalb «zunehmend ambitioniert», teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Noch rechnet Bayer für 2019 aber mit einem währungs- und portfoliobereinigten Umsatzplus von etwa vier Prozent auf rund 46 Milliarden Euro und einem Anstieg des bereinigten Betriebsgewinns auf rund 12,2 Milliarden.

In der Pharmasparte konnte der Konzern kräftige Zuwächse verbuchen, auch das lange Zeit verhaltene Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten erholt sich wieder. Belastend wirkten sich jedoch Überschwemmungen in Nordamerika und die anhaltenden Handelskonflikte aus.

5000 mehr Kläger

Überschattet wird das Tagesgeschäft von der Klagewelle wegen des Unkrautvernichters Glyphosat, die sich Bayer mit der 63 Milliarden Dollar teuren Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto ins Haus geholt hatte. Inzwischen sieht sich der Konzern wegen der angeblich krebserregenden Wirkung des von Monsanto entwickelten Herbizids mit 18.400 Klägern in den USA konfrontiert, rund 5000 mehr als zuletzt.

Bayer werde sich in all diesen Verfahren entschieden zu Wehr setzen, bekräftigte das Unternehmen. Man wolle sich aber auch «konstruktiv» in den Mediationsprozess einbringen, der von einem Bundesrichter in Kalifornien angeordnet wurde. Letztendlich dürfte Bayer die Klagen nur mit einem milliardenschweren Vergleich aus der Welt schaffen können.

Leichter Umsatzzuwachs

Im zweiten Quartal setzte der Konzern 11,5 Milliarden Euro um, währungs- und portfoliobereinigt war das ein Zuwachs um knapp ein Prozent. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) legte um rund ein Viertel auf 2,927 Milliarden zu. Dazu trug auch der Ergebnisbeitrag von Monsanto bei.

Allerdings setzten Bayer im Agrargeschäft die Überschwemmungen und starken Regenfälle in den Farmstaaten im Mittleren Westen der USA sowie Trockenheit in weiten Teilen Europas und Kanada zu. Im Pharmageschäft profitierte das Unternehmen von einer starken Entwicklung in China und hoher Nachfrage nach seinen Kassenschlagern - dem Gerinnungshemmer Xarelto und dem Augenmittel Eylea.

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