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«Blue Moon»: Amazon-Gründer Bezos will der Nasa auf den Mond helfen

Jeff Bezos präsentiert das Modell einer Mondlandefähre - und damit auch seine Vision der Zukunft: Der Amazon-Gründer will den Mond und dessen Ressourcen erobern. Das Fahrzeug soll Mondautos, vielleicht auch Menschen transportieren.
Platz für vier Fahrzeuge: Amazon-Gründer Jeff Bezos präsentierte am Freitag in Washington ein Modell seines geplanten Raumschiffs «Blue Moon». (Bild: KEYSTONE/AP/PATRICK SEMANSKY)

Platz für vier Fahrzeuge: Amazon-Gründer Jeff Bezos präsentierte am Freitag in Washington ein Modell seines geplanten Raumschiffs «Blue Moon». (Bild: KEYSTONE/AP/PATRICK SEMANSKY)

(sda/reu)

Bis zu vier Mondautos, wissenschaftliches Gerät und möglicherweise sogar Menschen - das möchte Amazon-Gründer Jeff Bezos mit einer Landefähre auf den Mond transportieren. «Das ist ein unglaubliches Fahrzeug, und es wird zum Mond fliegen», sagte der 55-Jährige am Donnerstag (Ortszeit) bei der Vorstellung eines Modells des Gefährts in Washington. Seine Firma Blue Origin habe seit drei Jahren am Design von «Blue Moon» gearbeitet.

«Eines der wichtigsten Dinge, die wir heute über den Mond wissen, ist, dass es dort Wasser gibt.» Die Wasservorräte befänden sich in Form von Eis in Kratern an den Polen des Mondes, die dauerhaft im Schatten liegen. Die neue Mondlandefähre könne diese Vorräte anzapfen, so die Idee des Amazon-Gründers. «Wir können flüssigen Wasserstoff aus dem Wasser auf dem Mond gewinnen und damit die Fahrzeuge auf der Mondoberfläche betanken.»

Bereits vor gut einem Jahr hatte Bezos gesagt, Blue Origin sei «das Wichtigste, was ich mache». Er denke, dass die Erschliessung des Sonnensystems unter anderem nötig sei, um künftige Energiekrisen zu verhindern. «Man kann nicht warten, bis langfristige Probleme drängend werden, um sie in die Hand zu nehmen», sagte Bezos nun auf der Pressekonferenz. Attraktiv sei der Mond vor allem aufgrund seiner Ressourcen. Seine Firma twitterte: «Heute hat unser Gründer unsere Vision geteilt, in den Weltraum zu fliegen, um der Erde zu helfen. Wir müssen zum Mond zurückkehren, dieses Mal, um zu bleiben.»

US-Fokus zum Mond verschoben

Unter der Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte sich der Fokus der US-Raumfahrt vom Mars wieder zurück zum Mond verschoben. Zuletzt waren im Jahr 1972 US-Astronauten der «Apollo 17»-Mission auf dem Mond gelandet. Ende März kündigte Vizepräsident Mike Pence an, die USA wolle noch innerhalb der kommenden fünf Jahre wieder Astronauten zum Mond schicken, darunter auch eine Frau. Sollte es nötig sein, würde man für die Umsetzung der Ziele auch auf kommerzielle Partner setzen: «Wenn kommerzielle Raketen der einzige Weg sind, um amerikanische Astronauten in fünf Jahren zum Mond zu bringen, dann werden es eben kommerzielle Raketen sein», sagte Pence.

Bezos Firma twitterte, man sei bereit, die Nasa bis 2024 mit «Blue Moon» zu unterstützen. Bezos selbst schrieb bei dem Kurznachrichtendienst: «Blue Origin baut die Infrastruktur, um eine neue Generation von Träumern zu entfesseln. Ich habe diese Menschen heute getroffen, die Zukunft ist in guten Händen.»

Bezos ist Gründer und Chef des weltgrössten Online-Händlers Amazon sowie Eigentümer der «Washington Post». Neben Bezos engagiert sich auch Tesla-Chef Elon Musk mit SpaceX in der Raumfahrt. Beide US-Raketenanbieter erhalten hoch dotierte Aufträge von der Regierung in Washington und können so die Preise auf dem kommerziellen Markt drücken.

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