Bell verkauft zwei Fleischfabriken

Die Bell Food Group trennt sich von zwei Fleischproduktionsbetriebe in Ungarn und in Frankreich. Laut der Coop-Tochter werden sämtliche Mitarbeitende werden von den neuen Eigentümern übernommen.

Drucken
Teilen
Der Betrieb von Bell in Basel.

Der Betrieb von Bell in Basel.

Georgios Kefalas / KEYSTONE

(rom) Die Bell Food Group verkauft ihre Werke in Perbál in Ungarn und Saint-André in Frankreich. Sämtliche Mitarbeitenden werden von den künftigen Eigentümern übernommen, schreibt die Coop-Tochter am Mittwochabend in einer Medienmitteilung. Damit trennt sich die Bell Food Group von zwei Standorten mit geringen strategischen Perspektiven und gestaltet weiter ihr internationales Charcuteriegeschäft um.

Bereits im vergangenen Geschäftsjahr hatte sich das Unternehmen aus dem unprofitablen deutschen Wurstgeschäft zurückgezogen. Die beiden Transaktionen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf das operative Ergebnis der Gruppe sowie unwesentliche Einmaleffekte.

200 Mitarbeitende wechseln in Ungarn der Arbeitgeber

Der auf die Herstellung von Charcuterie spezialisierte Produktionsbetrieb in Perbál werde per Ende Oktober an die ungarische Spar veräussert. Der Betrieb erzielte mit knapp 200 Mitarbeitenden einen Jahresumsatz von rund 20 Millionen Euro. Die Spar Ungarn erweitert mit dem Erwerb ihre bestehenden Produktionskapazitäten und sichert damit die Arbeitsplätze. Über die Kaufmodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion erfolgt vorbehältlich der Zustimmung der nationalen Wettbewerbsbehörden.

In Frankreich erfolgt der Verkauf 2021

Der Betrieb in Saint André sur Vieux Jonc wird an die französische Isla Délice verkauft. Dieser Standort wurde laut Bell vor allem für das Schneiden und Verpacken von Fleischprodukten und als Logistikdrehscheibe genutzt. Die Transaktion soll per Ende Februar 2021 geschehen. Isla Délice übernimmt sämtliche rund 70 Mitarbeitenden am Standort. Über die Kaufmodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart.

In Frankreich betreibt die Bell Food Group neben Saint André fünf weitere Produktionsstandorte für hochwertige regionale Rohschinken- und Salami-Spezialitäten. Es ist geplant, die Aktivitäten von Saint André am Hauptstandort Teilhède zu integrieren.