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Zürich beweist gegen Basel Moral und Klasse

Der FC Zürich beweist im Klassiker gegen Basel starke Moral und spielerische Klasse. Nur Trainer Ludovic Magnin fällt beim 3:2-Sieg gegen Basel im FCZ negativ auf.
Bei FCZ-Trainer Ludovic Magnin kochten die Emotionen im Klassiker trotz schönem Sieg über (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Bei FCZ-Trainer Ludovic Magnin kochten die Emotionen im Klassiker trotz schönem Sieg über (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

(sda)

Ganz am Schluss entluden sich bei FCZ-Trainer Ludovic Magnin die Emotionen, die sich in ihm während der 95 Minuten des spannungsgeladenen Klassikers zuvor angesammelt hatten. Schiedsrichter Urs Schnyder hatte in der letzten Minute der Nachspielzeit nochmals auf Abstoss für Basel entschieden, Magnin einen Corner gewollt. Dies reichte beim 40-Jährigen für einen Tobsuchtsanfall, der ihm nach Spielende sogar die Rote Karte eintrug.

Damit endete das Spiel für den FCZ so, wie es begonnen hatte: mit einem Negativerlebnis. Magnin gab sich dem Frust über die Schiedsrichterleistung hin, statt sich über den starken Auftritt seines Teams und die gewonnenen drei Punkte zu freuen. Denn Grund zur Genugtuung hatte der FCZ seinen Führungskräften gleich mehrfach geliefert.

Gunst der Stunde genützt

Die Zürcher überzeugten mit einer «super guten Einstellung», wie Präsident Ancillo Canepa im Interview mit Teleclub nach Spielschluss bekannte, und verdiente sich damit einen der zuletzt selten gewordenen Siege im Klassiker. Nur zwei der letzten zwölf Pflichtspielduelle mit Basel hatten die Zürcher gewinnen können: den dritten Sieg verdienten sie sich durch einen reifen Auftritt - mental und physisch.

Das Heimteam liess sich weder von dem umstrittenen Penaltypfiff von Schiedsrichter Urs Schnyder nach einer Viertelstunde aus der Ruhe bringen, noch von dem daraus folgenden 0:1 durch Samuele Campo. Und es wich auch nicht zurück, als Eray Cömert (48.) kurz nach der Pause für Basel auf 2:2 stellte. Die Zürcher hatten die Zeichen erkannt, die ihnen der FCB zuvor gesendet hatte: der tolle 1:0-Erfolg in der Europa League bei Getafe hinterliess im Kader des Favoriten Spuren. Basels Trainer Marcel Koller sprach später von «mentaler Müdigkeit», Fabian Frei von «unerklärlichen Fehlern», die dem FCZ bei ihrem Erfolgserlebnis in die Karten spielten.

Neuzuzüge stechen endlich

Der FC Zürich überzeugte gegen Basel nicht nur charakterlich und kämpferisch, er zeigte auch spielerisch die bislang beste Vorstellung der Saison. Besonders erfreulich für Trainer Magnin, Präsident Canepa und Sportchef Thomas Bickel ist dabei, dass mit Blaz Kramer und Aiyegun Tosin zwei Neuzuzüge trafen und überzeugten. Immer wieder war in dieser Saison in den Medien die Personalpolitik im FCZ zum Thema geworden.

Im Sommer hatte das Triumvirat die FCZ-Neuverpflichtungen Nathan, Willie Britto, Denis Popovic, Mimoun Mahi und Kramer der Öffentlichkeit derart überschwänglich angepriesen, dass sie die Erwartungen nie erfüllen konnten. Einzig Mahi attestierten die Medien später die Super-League-Tauglichkeit und waren entsprechend skeptisch, als Magnin die Verpflichtung Tosins im September erneut mit markigen Worten verkündete.

Der FCZ werde viel Freude am 21 Jahre alten Nigerianer haben, sagte Magnin. Und endlich scheint wieder einmal eine Prognose betreffend eines neuen Spielers zu passen. Tosin war beim 3:2 im Letzigrund der überragende Spieler, schoss das Tor zum 1:1 selber, und bereitete jenes von Marco Schönbächler zum 2:1 sehenswert vor. Seine überzeugende Darbietung färbte offenbar auch auf den oft kritisierten Kramer ab, der dem FCZ nach einer Stunde mit seinem ersten Saisontreffer den Sieg brachte. Magnin hätte sich gegen Basel nach Spielschluss aussuchen können, was ihn besonders freut. Doch der Ärger siegte.

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