ZSC Lions werden gegen Bern für gute Leistung nicht belohnt

Die ZSC Lions kassieren gegen den Schlittschuhclub Bern mit 1:3 die dritte Heimniederlage hintereinander.

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Simon Moser (links) und Mark Arcobello feiern das siegsichernde Goal zum 3:1 für Bern 55 Sekunden vor Schluss (Bild: KEYSTONE/PPR/PATRICK B. KRAEMER)
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Nachdenklicher Arno Del Curto - seine ZSC Lions kassierten nach einem 3:4 gegen Lausanne und einem 1:4 gegen Servette die dritte Heimniederlage in Folge (Bild: KEYSTONE/PATRICK B. KRAEMER)
Niklas Schlegel, nächste Saison Goalie in Bern, kassierte bei ZSC - Bern kein Gegentor. Schlegel ersetzte ab der 21. Minute den glücklosen Lukas Flüeler (Bild: KEYSTONE/PATRICK B. KRAEMER)
Die matchentscheidende Szene schon in der 7. Minute: Thomas Rüfenacht (Nr. 81) bejubelt das 2:0 von Mark Arcobello. Die ZSC Lions haderten, denn sie waren der Meinung, dass die Berner offside gestanden waren. Der Videobeweis gab aber keinen Aufschluss. (Bild: KEYSTONE/PATRICK B. KRAEMER)

Simon Moser (links) und Mark Arcobello feiern das siegsichernde Goal zum 3:1 für Bern 55 Sekunden vor Schluss (Bild: KEYSTONE/PPR/PATRICK B. KRAEMER)

(sda)

Dennoch gab es aus Zürcher Sicht positive Anzeichen: Die ZSC Lions spielten viel besser als auch schon. Sie tankten zwar gegen Bern keine zusätzlichen Punkte für die Tabelle, dafür aber Moral. Denn die ZSC Lions spielten den Leader phasenweise an die Wand. Maxim Noreau (57.) und Jérôme Bachofner (55.) vergaben die letzten Möglichkeiten zum 2:2-Ausgleich. 55 Sekunden vor Schluss machte Simon Moser mit einem Schuss ins leere Tor alles klar.

Diese letzte Szene widerspiegelte die Partie: Die ZSC Lions versuchten alles, ersetzten den Goalie durch einen sechsten Feldspieler, aber just als Niklas Schlegel das Eis verliess, verlor Roger Karrer den Stand, er stürzte, wodurch Simon Moser den Puck übernehmen und ins leere Tor einschiessen konnte.

Das Glück stand am Sonntagnachmittag definitiv nicht auf der Seite der ZSC Lions - und die Referees meinten es mit dem ZSC auch nicht gut. Sie anerkannten ein fragwürdiges 2:0 für den SCB und fielen bis spät im Schlussdrittel durch einseitige Strafengebung auf.

Die Zürcher müssen sich aber an der eigenen Nase nehmen. Wie schon am Dienstag gegen Servette (0:2 nach 90 Sekunden und 0:4 nach 22 Minuten) verspielten sie die Punkte gleich in der Anfangsphase. Nach sieben Minuten führte Bern 2:0. Danach investierte das Team von Arno Del Curto extrem viel in die Aufholjagd. Dank Leonardo Genoni (28 Paraden), und weil Denis Hollenstein gleich dreimal bei Sololäufen aufs Berner Goal nicht reüssierte, brachte Bern die Führung über die Zeit. Die ZSC Lions erzielten zum 10. Mal diese Saison in einem Heimspiel weniger als drei Tore.

An der mangelnden Effizienz im Abschluss müssen die Zürcher bis am Freitag arbeiten. Dann kommt es im Hallenstadion zum Strich-Duell gegen Lugano.

Telegramm:

ZSC Lions - Bern 1:3 (0:2, 1:0, 0:1)

11'200 Zuschauer (ausverkauft). - SR Hebeisen/Stricker, Castelli/Progin. - Tore: 6. Mursak (Ebbett) 0:1. 7. Arcobello (Moser, Ruefenacht) 0:2. 39. Herzog (Cervenka) 1:2. 60. (59:05) Moser 1:3 (ins leere Tor). - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 4mal 2 Minuten gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: Bodenmann; Arcobello.

ZSC Lions: Flüeler (21. Schlegel); Klein, Phil Baltisberger; Noreau, Geering; Karrer, Marti; Sutter, Berni; Bachofner, Moore, Cervenka; Bodenmann, Suter, Hollenstein; Chris Baltisberger, Schäppi, Herzog; Miranda, Prassl, Hinterkircher.

Bern: Genoni; Burren, Almquist; Kamerzin, Blum; Andersson, Beat Gerber; Colin Gerber; Ruefenacht, Arcobello, Moser; Mursak, Ebbett, Kämpf; Bieber, Haas, Scherwey; Sciaroni, Heim, Berger.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Backman, Blindenbacher, Nilsson, Wick (alle verletzt) und Pettersson (überzähliger Ausländer), Bern ohne Jeremi Gerber, Krueger, Untersander (alle verletzt) und Boychuk (überzähliger Ausländer). - Timeout ZSC Lions (Coach's Challenge/7.).

Resultate:

Lugano - Genève-Servette 4:3 (1:2, 1:1, 1:0, 0:0) n.P. ZSC Lions - Bern 1:3 (0:2, 1:0, 0:1).

Rangliste: 1. Bern 43/92. 2. Zug 43/90. 3. Lausanne 44/74. 4. SCL Tigers 44/73. 5. Biel 44/68. 6. Ambri-Piotta 43/67. 7. ZSC Lions 44/65. 8. Fribourg-Gottéron 44/65. 9. Lugano 43/63. 10. Genève-Servette 45/63. 11. Davos 43/37. 12. Rapperswil-Jona Lakers 44/29.