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Wieder sprechen die Hundertstel für eine Schweizerin

Wendy Holdener startet in Are als absolute Top-Favoritin zur Kombination. Doch sie hält dem Druck stand und wehrt den Angriff von Petra Vlhova erfolgreich ab.
Wendy Holdener - auf ihrer Startnummer ist es zu lesen: World Champion (Bild: KEYSTONE/EPA/VALDRIN XHEMAJ)

Wendy Holdener - auf ihrer Startnummer ist es zu lesen: World Champion (Bild: KEYSTONE/EPA/VALDRIN XHEMAJ)

(sda)

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Teamkollegin und Olympiasiegerin Michelle Gisin sowie dem Verzicht der amerikanischen Überfliegerin Mikaela Shiffrin schien die Sache klar. Wendy Holdener war der Gold-Tipp fast aller Experten. Doch mit Petra Vlhova erwuchs der Innerschweizerin plötzlich eine Gegnerin, die gehörig Druck aufsetzte.

Wie die Schweizerin zeigte auch die Slowakin imponierende Qualitäten als Abfahrerin, die so bei ihr nicht unbedingt erwartet worden waren. Doch im Slalom wirkte die Slowakin dann nicht mehr so angriffig wie zuvor mit den langen Latten. Petra Vlhova blieb hinter der Laufbestzeit der Kanadierin Roni Romme zurück, was schon ein Indiz dafür war, dass es Wendy Holdener packen könnte.

Und tatsächlich: Erneut sprachen am Ende die Hundertstel für eine Schweizerin. Am Dienstag im Super-G hatte Corinne Suter 2 Hundertstel vor der Deutschen Viktoria Rebensburg Bronze gewonnen, und nun also waren es 3 Hundertstel, die im Kampf um Gold in der Kombination für Holdener entschieden.

Eine Disziplin vor dem Aus

«Ich bin schon besser Slalom gefahren», stellte Wendy Holdener klar. «aber es war halt mit dieser Ausgangslage auch schwierig. Doch ich habe gekämpft und bewiesen, dass ich dem Druck stand halten kann.» Im Ziel war sich die Schwyzerin aber lange nicht sicher, ob es gereicht hat: «Ich habe auf die Reaktion des Publikums gewartet, aber das hat zunächst kaum reagiert.»

Wendy Holdener errang in Are den 10. Schweizer WM-Titel in der Kombination der Frauen. Erfolgreicher ist in dieser Sparte keine andere Nation. Dass ausgerechnet diese Disziplin verbannt werden soll, ist deshalb aus Schweizer Sicht keine gute Nachricht. Am kommenden Mittwoch berät die FIS, was mit der alpinen Vielseitigkeit geschehen soll. Im Weltcup wird die Disziplin wie ein lästiges Anhängsel behandelt. Die bisher einzige im Weltcup-Programm stehende Kombination wurde abgesagt. Viele wünschen sich vermehrt Parallelrennen, über deren Attraktivität sich allerdings auch diskutieren lässt.

Es wäre jedenfalls keine Überraschung, wenn Wendy Holdener die letzte Weltmeisterin in der Kombination geworden wäre. Zumindest in Are kann ihr die Goldmedaille aber noch von grossem Nutzen sein. «Im Hinblick auf die weiteren Rennen ist dieser Sieg natürlich perfekt», ist die Innerschweizerin überzeugt.

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