Wie schon 2007: SCB siegt im Stade de Suisse

Der SC Bern entscheidet auch das zweite Tatzen-Derby nach jenem im Jahr 2007 für sich. 4:1 setzt sich der SCB im Stade de Suisse vor 20'672 Zuschauern gegen die SCL Tigers durch.

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Die Berner Spieler marschieren ins Stade de Suisse ein. Im Hintergrund die Choreo der SCB-Fans (Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)
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20'672 Zuschauer wohnten dem Freiluftspiel im Berner Stade de Suisse bei. Die erste Austragung des Tatzen-Derbys im Jahr 2007 sahen sich 30'076 Fans an (Bild: KEYSTONE/MARCEL BIERI)
Zum zweiten Mal nach 2007 duellierten sich die SCL Tigers mit dem SC Bern unter freiem Himmel im Stade de Suisse. Wie vor zwölf Jahren (2:5) setzte es für die Langnauer auch diesmal eine Niederlage ab. Dank einem starken Schlussdrittel gewann der SCB mit 4:1 (Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)
Tristan Scherwey jubelt den SCB-Fans nach Spielschluss zu (Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)
Hoch über dem Stade de Suisse: Das Eishockey-Feld erscheint im Stadion der Berner Young Boys ziemlich klein (Bild: KEYSTONE/MARCEL BIERI)
Die SCL Tigers, hier mit Verteidiger Andrea Glauser, hatten sich im Duell mit dem Kantonsrivalen mehr erhofft (Bild: KEYSTONE/MARCEL BIERI)
Die SCB-Crew posiert für ein Siegerfoto (Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)
Bei garstigen Temperaturen sehen die Zuschauer erst im letzten Drittel Tore. Hier scheitert Berns Zach Boychuk an Langnaus Goalie Damiano Ciaccio (Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)
Der Aufwand zur Durchführung eines Freiluft-Spiels ist enorm: 100'000 Liter Wasser und 15'000 Liter Frostschutzmittel wurden für das Eisfeld auf dem Kunstrasen im Stade de Suisse verteilt (Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)

Die Berner Spieler marschieren ins Stade de Suisse ein. Im Hintergrund die Choreo der SCB-Fans (Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)

(sda)

40 Minuten lang erhielten die Fans beim Freiluft-Spektakel nur sportliche Magerkost serviert, was angesichts der tiefen Temperaturen nicht unbedingt zur guten Stimmung beitrug. Dann aber sorgte der SCB in den ersten gut sieben Minuten des letzten Drittels mit drei Treffern für die Differenz und die Entscheidung.

In den ersten Minuten des letzten Abschnitts überschlugen sich die Ereignisse. Zuerst wurde dem SCB in Überzahl ein Tor aberkannt, weil dieses ganz leicht verschoben war. Dies enervierte Andrew Ebbett dermassen, dass er auf die Strafbank geschickt wurde. Doch nur 20 Sekunden danach jubelte der SCB trotzdem, Gaëtan Haas, der nach einer halben Stunde einen Penalty verschossen hatte, brachte die Berner in Unterzahl in Führung. 76 Sekunden später erhöhte Yanik Burren auf 2:0. Zu beiden Treffern hatte Tristan Scherwey die Vorlage geliefert.

Nachdem Berns PostFinance-Topskorer Mark Arcobello mit dem 3:0 nachgelegt hatte, gelang den SCL Tigers (56.) immerhin noch der Anschlusstreffer. Flurin Randegger verhinderte nicht nur den zweiten Shutout von Leonardo Genoni in Folge, sondern versöhnte auch die Langnauer, die mit dem zweiten Tatzen-Derby erneut einen gelungenen Anlass organisierten.

Die Enttäuschung ob der Niederlage dürfte sich bei den Emmentalern für einmal in Grenzen gehalten haben, obwohl sie das Spektakel unter freiem Himmel wie bereits vor zwölf Jahren (2:5) verloren. Während sie sich organisatorisch von ihrer Sonnenseite zeigten, sportlich müssen sich die SCL Tigers nach dem erfolgreichen Herbst aber langsam wieder gegen hinten orientieren. Der Trennstrich rückt bedrohlich nahe.

Telegramm:

SCL Tigers - Bern 1:4 (0:0, 0:0, 1:4)

20'672 Zuschauer (Bern, Stade de Suisse). - SR Massy/Eichmann; Kaderli/Altmann. - Tore: 42. (41:24) Haas (Scherwey/Ausschluss Ebbett!) 0:1. 43. (42:40) Burren (Scherwey/Ausschlüsse Ebbett; Pesonen) 0:2. 48. Arcobello 0:3. 56. Randegger (DiDomenico) 1:3. 60. (59:13) Ebbett (Haas) 1:4 (ins leere Tor). - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers, 1mal 2 Minuten gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: Pesonen; Arcobello.

SCL Tigers: Ciaccio; Glauser, Leeger; Lardi, Erni; Cadonau, Huguenin; Randegger; Elo, Gagnon, Dostoinow; DiDomenico, Gustafsson, Pesonen; Kuonen, Pascal Berger, Neukom; Rüegsegger, Diem, Nils Berger; Roland Gerber.

Bern: Genoni; Burren, Almquist; Krueger, Blum; Andersson, Beat Gerber; Kamerzin; Boychuk, Arcobello, Moser; Rüfenacht, Ebbett, Kämpf; Bieber, Haas, Scherwey; Sciaroni, Heim, Alain Berger; Grassi.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Stettler, Blaser (beide verletzt) und Johansson (überzähliger Ausländer), Bern ohne Mursak und Untersander (beide verletzt). Haas verschiesst Penalty (30.). Timeout SCL Tigers (58:21). SCL Tigers von 58:21 bis 59:13 ohne Torhüter.