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Volero Zürich verabschiedet sich mit 13. Meistertitel

Die Volleyballerinnen von Volero Zürich schlagen im Playoff-Final Aesch-Pfeffingen mit 3:1 Siegen und verabschieden sich mit dem 13. Meistertitel der Klubgeschichte nach Frankreich.
Die Volleyballerinnen von Volero Zürich freuen sich in Aesch über den Gewinn des Schweizer Meistertitels (Bild: KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS)

Die Volleyballerinnen von Volero Zürich freuen sich in Aesch über den Gewinn des Schweizer Meistertitels (Bild: KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS)

(sda)

Die Volleyballerinnen von Volero Zürich schlagen im Playoff-Final Aesch-Pfeffingen mit 3:1 Siegen und verabschieden sich mit dem 13. Meistertitel der Klubgeschichte nach Frankreich.

Die Baselbieterinnen können allerdings für sich in Anspruch nehmen, das "Grande Volero" auf dem Weg zu seinem letzten Titel in der Schweiz und dem Abschluss einer 14-jährigen Erfolgsgeschichte wirklich ernsthaft gefordert zu haben. Den Anfang bildete der 3:1-Heimsieg des krassen Aussenseiters im ersten Spiel, dann konnten sich die Zürcherinnen gegen das stets couragiert auftretende Aesch-Pfeffingen in Spiel 2 bloss dank einem Verstoss gegen die Regelung bezüglich "lokal ausgebildeter Spielerinnen" durchsetzen und mussten in der dritten Partie auf dem Weg zu ihrer 2:1-Führung vorerst drei Matchbälle abwehren.

Aesch-Pfeffingen machte den Zürcherinnen das Leben aber auch im vierten Spiel dieser Best-of-5-Finalserie noch einmal ganz schwer. Bereits im ersten Durchgang lag das Heimteam noch mit 23:22 vorne, ehe Volero diesen mit den drei nächsten Punkten doch noch zu seinen Gunsten entschied. Die Baselbieterinnen kamen aber postwendend zum Satzausgleich, ehe der eigentliche Knackpunkt der Partie folgte.

Auch der folgende dritte Spielabschnitt blieb nämlich bis zum letzten Ballwechsel spannend. Und nachdem Volero vier erste Satzbälle nicht verwertet hatte, lag plötzlich das Heimteam mit 26:25 vorne. Die Baselbieterinnen konnten ihre grosse Chance aber nicht nutzen, worauf schliesslich doch noch die Zürcherinnen ihre siebte zum 30:28 nutzten. Trotzdem kämpfte die Equipe von Andreas Vollmer unverdrossen weiter, konnte das Skore nach einem Fünfpunkte-Rückstand wieder ausgleichen und musste sich erst nach zwei abgewehrten Matchbällen mit 23:25 endgültig geschlagen geben.

Sympathien verspielt

Dieses vierte Finalspiel war im übrigen der vorerst letzte Auftritt der Zürcherinnen in der NLA, nach dem neuerlichen Titelgewinn disloziert die Profiequipe des Traditionsvereins nach Südfrankreich, in der Schweiz tritt Volero künftig in der 1. Liga an.

Stav Jacobi, der umtriebige Macher und Financier der Volero-Erfolgsstory, erhofft sich, dass sein Team in der französischen Meisterschaft mehr gefordert wird und so künftig besser für höchste internationale Herausforderungen, sprich nichts weniger als den Gewinn der Champions League, gewappnet sein wird.

Jacobi hat sich in den letzten Jahren stark für mehr Professionalität im Schweizer Volleyball engagiert und kann mit 13 Doubles (Meisterschaft/Cup) in 14 Jahren auch sportlich auf eine eindrückliche Bilanz zurückblicken. Der gute Ruf, den er sich trotz der vielen Kritiken und Kritiker in den letzten Jahren erarbeitet hat, erhielt jedoch zum Abschluss der Ära einen tiefen Kratzer.

Mit seinem Verhalten im zweiten Spiel der Finalserie, als dem grossen Favoriten selbst in der als zu schwach befundenen NLA plötzlich die Felle davonzuschwimmen drohten, verspielte Jacobi viele Sympathien. Mit der (eigenwilligen) Regelinterpretation in dem Sinn, dass erlaubt ist, was mit Geld gutgemacht werden kann, stiess er in der (Volleyball-)Schweiz nicht nur beim Finalgegner auf wenig Verständnis.

Volero und Jacobi gebüsst

Dass er nach - ebenfalls unbestrittenen - Provokationen gegenüber den Anhängern Aesch-Pfeffingens auch noch die Contenance verlor, machte den Verstoss gegen zumindest die Regeln des Fairplays noch schlimmer. Die Meisterschafts-Kommission von Swiss Volley hat die beiden Vergehen mittlerweile mit Bussen von 20'000 Franken wegen dem Reglements-Verstoss (je 10'000 pro fehlende LAS-Spielerin) und 300 Franken wegen der Verletzung der Ethik-Charta durch den Präsidenten sanktioniert. Der angerichtete moralische Schaden und der deshalb arg getrübte Abschied aus der Schweiz bleiben aber trotzdem.

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