Verdacht der Steuerhinterziehung - Durchsuchungen beim DFB

Rund 200 Beamte durchsuchen die Geschäftsräume des Deutschen Fussball-Bundes und Privatwohnungen von DFB-Verantwortlichen. Es geht um den Verdacht der Steuerhinterziehung.

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Wieder Ärger für den Deutschen Fussball-Bund und dessen ehemaligen Präsidenten Wolfgang Niersbach

Wieder Ärger für den Deutschen Fussball-Bund und dessen ehemaligen Präsidenten Wolfgang Niersbach

KEYSTONE/EPA/ANDREAS GEBERT
(sda/dpa)

Bei den Massnahmen in fünf Bundesländern gehe es um Steuerhinterziehung «in besonders schweren Fällen», wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt mitteilte. Sechs aktuelle und ehemalige Verantwortliche des DFB sollen Einnahmen aus der Bandenwerbung bei Heimländerspielen bewusst falsch deklariert haben. Damit sei der DFB einer Besteuerung in Höhe von rund 4,7 Millionen Euro entgangen.

Im Fokus der Ermittler stehen Länderspiele aus den Jahren 2014 und 2015 sowie . Namen der Verdächtigen nannte die Behörde nicht. Präsident des Verbandes war damals Wolfgang Niersbach, der wegen des immer noch nicht restlos aufgeklärten «Sommermärchen»-Skandals um die WM 2006 dann zurücktrat.

Der DFB und seine langjährige Vermarktungs-Agentur Infront mit Sitz in Zug hatten kürzlich ihre Zusammenarbeit nach fast 40 Jahren «einvernehmlich» beendet. Begründet wurde dies mit Ergebnissen einer Untersuchung eines Beratungsunternehmens. Darin waren Vorwürfe gegen Infront erhoben worden. Infront hatte diese zurückgewiesen.

Ex-Präsident Reinhard Grindel, Ex-Vizepräsident Reinhard Rauball, Vizepräsident Rainer Koch, Ex-Generalsekretär Helmut Sandrock, Finanzchef Stephan Osnabrügge und Generalsekretär Friedrich Curtius.