Ulissi schlägt Sagan im Sprint, Ganna weiter Leader

Diego Ulissi gewinnt auf Sizilien die 2. Etappe des 103. Giro d'Italia. Nach dem Sieg von Leader Filippo Ganna im Auftakt-Zeitfahren am Samstag triumphiert damit erneut ein Italiener.

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Diego Ulissi war in der 2. Etappe des 103. Giro d'Italia für den zweiten italienischen Tagessieg besorgt

Diego Ulissi war in der 2. Etappe des 103. Giro d'Italia für den zweiten italienischen Tagessieg besorgt

KEYSTONE/AP/Gian Mattia D'Alberto
(sda)

Ulissi holte sich bei der italienischen Landesrundfahrt bereits zum siebten Mal einen Etappensieg. Der 31-Jährige vom Team UAE Emirates erwies sich nach 149 km von Alcamo nach Agrigento im Sprint einer Dreiergruppe als der stärkste Fahrer. Er verwies den Slowaken Peter Sagan und den Dänen Mikkel Honoré auf die Ehrenplätze.

Sagans Durststrecke zieht sich damit hin. Der dreimalige Strassen-Weltmeister ist seit bald 15 Monaten ohne Sieg. Immerhin konnte sich der Slowake, der zum ersten Mal in seiner Karriere die Italien-Rundfahrt bestreitet, mit dem blauen Trikot des besten Bergfahrers trösten.

Ganna fährt als Leader zum Ätna

Filippo Ganna, ein anderer Giro-Debütant, verteidigte derweil sein am Vortag im Einzelzeitfahren errungenes rosafarbenes Leadertrikot. Der Zeitfahr-Weltmeister aus Italien konnte in der knapp 4 km langen Schlusssteigung nach Agrigento des Tempo des schrumpfenden Feldes mitgehen. Das Ziel erreichte der 24-Jährige fünf Sekunden hinter dem Spitzentrio mit allen Favoriten auf den Gesamtsieg.

«Der Schlussanstieg war wirklich hart. Ich bin froh, das Rosa Trikot verteidigt zu haben - ein tolles Gefühl», freute sich Ganna, der am Montag wohl von der Spitze der Gesamtwertung verdrängt wird. In der 3. Etappe wartet mit der Bergankunft auf dem Ätna nämlich die erste Standortbestimmung für die Kletterer.

Damit wird auch Gannas Teamkollege Geraint Thomas gefordert sein. Der Waliser in Diensten von Ineos Grenadiers hatte sich am Samstag mit dem 4. Rang im Auftaktzeitfahren eine gute Ausgangslage im Kampf um den Gesamtsieg geschaffen. Der Tour-de-France-Sieger von 2018 nahm anderen Mitfavoriten wie Simon Yates, Vincenzo Nibali oder Jakob Fuglsang wertvolle Zeit ab. Es ist deshalb zu erwarten, dass seine ärgsten Rivalen am Montag in der 18 km langen Schlusssteigung hinauf zum höchsten Vulkan Europas die Flucht nach vorne suchen werden.