Trauer um Bryant - Rockets-Niederlage ohne Bedeutung

Nach zwei Siegen in Folge setzt es für Houston in Denver mit 110:117 eine Niederlage ab. Bedeutung wird dem Ausgang der Partie aufgrund des Todes von NBA-Legende Kobe Bryant aber keine zugemessen.

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Wenn das Spiel zur Nebensache wird: Houstons Spieler Austin Rivers und P.J. Tucker trauern vor dem Spiel in Denver um Kobe Bryant

Wenn das Spiel zur Nebensache wird: Houstons Spieler Austin Rivers und P.J. Tucker trauern vor dem Spiel in Denver um Kobe Bryant

KEYSTONE/AP/dz
(sda)

Denver war zu seiner Aktivzeit nicht immer freundlich zu Superstar Kobe Bryant gewesen. Als jedoch am Sonntagmittag (Ortszeit) im Pepsi Center im US-Bundesstaat Colorado die Nachricht des Todes des 41-Jährigen die Runde machte, standen Trauer und Fassungslosigkeit in etlichen Gesichtern der 19'520 Zuschauer. Bryant, der sich in Colorado 2003 gegen den Vorwurf eines sexuellen Übergriffes vor Gericht hatte verteidigen müssen und in der Folge bei seinen Auftritten in Denver ausgebuht worden war, wurde mit lauten «Kobe»-Rufen und Tränen von den Fans verabschiedet.

Auch bei den engagierten Basketball-Stars stand das Resultat im Hintergrund. Der Genfer Center Clint Capela, der in Denver neun Punkte und 12 Rebounds für die Rockets erzielte, zollte Bryant nach dem Spiel auf Twitter Respekt: «Keine Debatten. Jede Generation kürt ihren GOAT (den Grössten aller Zeiten - Red.). Er war unser», schrieb der 25-Jährige.

Der zweite Schweizer Thabo Sefolosha, der für Houston fast 16 Minuten auf dem Parkett stand, kam auf sechs Punkte und drei Rebounds. «Du bist mein Kindheitsidol und eine Inspiration», schrieb der 35-Jährige auf Instagram über Bryant. «Es war unglaublich, den Platz mit dir zu teilen.»

Teamkollege Austin Rivers, der den Ausfall des am Oberschenkel verletzten Topskorers James Harden nicht kompensieren konnte, gab ohne Umschweife zu, dass die Niederlage keinen Platz in seinen Gedanken habe. «Der Schmerz wird nicht so schnell vergehen», sagte er bezüglich Bryants Tod.

Bester Skorer in dem von der Katastrophe überschatteten Spiel für die Gäste aus Texas war Russell Westbrook, der 22 seiner 32 Punkte in der zweiten Halbzeit erzielte. Beim Heimteam waren Jerami Grant und Nikola Jokic mit 25 respektive 24 Punkten die besten Punktelieferanten.