Trainerwechsel beim FC Zürich

Der FC Zürich trennt sich von Trainer Ludovic Magnin. Die Zürcher liegen nach drei Spielen mit nur einem Punkt am Tabellenende der Super League.

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Die 0:4-Niederlage in Lausanne war das letzte Spiel von Ludovic Magnin als FCZ-Trainer

Die 0:4-Niederlage in Lausanne war das letzte Spiel von Ludovic Magnin als FCZ-Trainer

KEYSTONE/LAURENT GILLIERON
(sda)

Die erste Trainerentlassung in der Super League kam nicht überraschend. Der FCZ ist saisonübergreifend seit zwölf Pflichtspielen ohne Sieg. Bereits der Saisonstart missglückte, schieden die Zürcher doch in der 2. Cuprunde gegen den Challenge-Ligisten Chiasso aus. Auch der Start in die Meisterschaft verlief nicht wunschgemäss, aus den Partien gegen Meister YB (1:2), Lugano (2:2) und Lausanne-Sport (0:4) resultierte nur ein Punkt.

Vor allem der Auftritt am Samstag auswärts in Lausanne gegen den Aufsteiger war miserabel - und zwang Präsident Ancillo Canepa zum Handeln. Das Team trat nicht wie die Spitzenmannschaft auf, als die der Präsident seine Mannschaft noch immer sieht. Viel eher erinnert der FCZ in diesen Tagen an die Saison 2015/16, als die Zürcher am Ende der Saison in die Challenge League abstiegen.

Überschaubarer Leistungsausweis

Magnin war im Februar 2018 auf den entlassenen Uli Forte gefolgt. Im Mai führte er den FCZ dank eines Erfolgs im Final gegen Meister Young Boys zum Cupsieg. In der folgenden Europa-League-Kampagne schlug der FCZ unter anderen Bayer Leverkusen und qualifizierte sich für die K.o.-Phase.

Weniger gut lief es jeweils in der Meisterschaft, in der die Zürcher den eigenen Ansprüchen seit Jahren hinterher hinken. Nach Rang 4 im Frühjahr 2018 beendete der FCZ die letzten beiden Saisons jeweils im 7. Rang. Immerhin schaffte es Magnin, Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in die 1. Mannschaft zu integrieren. Die jüngsten Transfers von Kevin Rüegg (Hellas Verona) und Simon Sohm (Parma) spülten dem Klub gegen zehn Millionen Franken in die Kasse.

Kommt Schneider - oder Weiler?

Für den 41-jährigen Waadtländer Magnin war es die erste Station als Trainer einer Profimannschaft. Zuvor hatte der ehemalige Schweizer Internationale im FCZ-Nachwuchs gearbeitet. Seine Karriere als Spieler, in der er mit Werder Bremen und Stuttgart deutscher Meister wurde, hatte Magnin 2012 bereits beim FCZ beendet.

Wer die Nachfolge Magnins antritt, ist noch nicht geklärt. Interimistisch wird die Mannschaft vom bisherigen U18-Trainer Massimo Rizzo betreut. Mögliche Kandidaten sind der frühere FCZ-Profi Marc Schneider oder René Weiler. Schneider war wenige Stunden vor der offiziellen Entlassung Magnins beim FC Thun zurückgetreten, Weiler hatte vergangene Woche seine erfolgreiche Tätigkeit beim ägyptischen Meister Al Ahly Kairo auf eigenen Wunsch beendet.