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Tour-de-Romandie-Sieger auch Mitfavorit am Giro d'Italia

Einer der Favoriten auf den Gesamtsieg am Giro d'Italia ist ein ehemaliger Skispringer. Primoz Roglic, der vor einer Woche die Tour de Romandie gewann, will auch an den grossen Rundfahrten brillieren.
(sda/dpa)

Einen ersten Anlauf nimmt er ab Samstag in Italien.

Seine Spuren an den dreiwöchigen Rundfahrten hat der 29-Jährige bereits hinterlassen. An jeder der drei «Grand Tours», an der Roglic teilgenommen hat, gewann der Slowene eine Etappe. Und letztes Jahr verpasste er an der Tour de France als Vierter den Sprung auf das Podest der Gesamtwertung nur knapp. Nach seiner herausragenden Vorstellung in der Westschweiz mit drei Etappensiegen und dem Triumph im Gesamtklassement scheint er gerüstet, den Kampf um die «Maglia rosa» gegen die etablierte Konkurrenz um den Italiener Vincenzo Nibali und den Niederländer Tom Dumoulin anzunehmen.

Es ist eine ungewöhnliche Karriere, die Primoz Roglic zurückgelegt hat. Als Junior gewann er bei der Skisprung-WM Gold im Mannschaftsspringen, ehe er nach einem schweren Sturz aufs Rad umstieg. Dort gehört er mittlerweile zu den besten Rundfahrten-Spezialisten. In diesem Jahr gewann er nebst der Tour de Romandie bereits zwei andere einwöchige Rundfahrten.

Noch 2013 ist Roglic als Radsport-Fan nach Italien aufgebrochen, um seine Idole bei der Bergankunft des Giro d'Italia am Altopiano del Montasio anzufeuern. Wenn der Slowene am Samstag sechs Jahre danach beim Start in Bologna wieder bei der Italien-Rundfahrt aufkreuzt, visiert er den Gesamtsieg an. «Ich bin bereit für den Giro», sagte der überaus ehrgeizige Profi diese Woche und hält den Sieg an der Italien-Rundfahrt für «möglich».

Profi erst seit drei Jahren

Bis 2011 war Roglic als Skispringer unterwegs, dann packte ihn die Leidenschaft für den Strassen-Radsport. Roglic lieh sich ein Rad aus und fuhr bei einem Rennen in Slowenien aufs Podium. Von da an war der Traum von einer zweiten Karriere geboren. Drei Jahre lang fuhr er für das drittklassige Team Adria Mobil, dann erhielt der Quereinsteiger und Spätzünder 2016 vom Team Jumbo-Visma die Chance.

Es sei verrückt gewesen, sagte Sportdirektor Frans Maassen kürzlich der französischen Sportzeitung «L'Equipe»: «Ich bekam einen Anruf von seinem slowenischen Trainer. Ein Skispringer aus Slowenien, das war merkwürdig. Ich war skeptisch, aber dann hat er einen Test bei uns gemacht. Er hatte aussergewöhnliche Wattwerte.»

Konkurrenz ist gewarnt

Von da an ging die Karriere des Leichtgewichts (65 kg) erst richtig los: 2016 der Zeitfahrsieg beim Giro in Chianti, 2017 der erste Tour-Etappenerfolg in Serre-Chevalier und WM-Silber im Zeitfahren von Bergen, 2018 der 4. Rang an der Tour de France. Entsprechend ist die Konkurrenz gewarnt.

«Ich erwarte viel von ihm. Er hat mich (letztes Jahr - Red.) bei der Tour gefordert und das war das erste Mal, dass er auf Gesamtwertung gefahren ist», so Tom Dumoulin, der Giro-Sieger von 2017. Auch Nibali hat die «starke Saison» des Slowenen registriert. Der Gesamtsieger von 2013 und 2016 sieht bei seinem Rivalen aber Schwächen in der dritten Woche, wenn die schweren Bergetappen anstehen.

Damit er dann aber nicht einbricht, hat Roglic extra noch ein Höhentrainingslager in der Sierra Nevada absolviert. Die mangelnde Erfahrung könnte das grösste Problem von Roglic sein. Es ist erst seine vierte dreiwöchige Rundfahrt, während etwa Nibali seine 21. grosse Rundfahrt in Angriff nimmt.

Nur drei Schweizer dabei

Die 176 Fahrer, die am Samstag in Bologna zu den 21 Etappen aufbrechen, erwartet einmal mehr ein spektakulärer Kurs mit drei Zeitfahren, insgesamt neun Bergetappen und nur ganz wenig wirklich flachen Teilstücken. Mit Danilo Wyss (Dimension Data), Reto Hollenstein (Katjuscha-Alpecin) und Tom Bohli (UAE Emirates) stehen nur drei Schweizer am Start.

Gespannt darf man aus Schweizer Sicht auf den Auftritt von Bohli am Samstag im nur 8,2 km langen Zeitfahren sein. An der Tour de Romandie verpasste der Spezialist für kurze Prüfungen gegen die Uhr den Sieg im Prolog als Dritter nur um 71 Hundertstel. In Bologna gehört der 25-jährige Ostschweizer bei seinem Giro-Debüt zu den Anwärtern auf einen Spitzenplatz.

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