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Tour de Romandie beginnt mit nur sechs Schweizern

Wenn heute zur 72. Tour de Romandie gestartet wird, trägt lediglich ein Sextett die Schweizer Hoffnungen.
Michael Albasini vor genau einem Jahr beim Start zur Tour de Romandie (Bild: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)

Michael Albasini vor genau einem Jahr beim Start zur Tour de Romandie (Bild: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)

(sda)

Wenn heute zur 72. Tour de Romandie gestartet wird, trägt lediglich ein Sextett die Schweizer Hoffnungen.

Mit dem Thurgauer Michael Albasini ist der Erfolgsgarant schlechthin auch diesmal vertreten. Der inzwischen bereits 37-Jährige errang seit 2014 noch in jedem Jahr zumindest einen Tagessieg. Insgesamt triumphierte er in der Romandie sieben Mal, womit er sogar den Schweizer Legenden Ferdy Kübler und Hugo Koblet (je acht Siege) nahe rückte.

Doch diesmal scheinen die Voraussetzungen für Albasini nicht ganz so aussichtsreich. Im Frühjahr kam er wegen einer Virus-Erkrankung nicht auf die erforderlichen Trainingskilometer, was sich nun negativ bemerkbar macht. Vier Rennen in Folge gab er auf, zuletzt musste Albasini am Sonntag bei Lüttich - Bastogne - Lüttich vorzeitig die Segel streichen.

Gar nicht erst am Start befindet sich mit Stefan Küng der zweite Thurgauer, der in den letzten Jahren an der Tour de Romandie Akzente setzte. Küng gewann 2015 und letzte Saison je eine Etappe, steht nun aber nach seinem bei Paris - Roubaix erlittenen Kieferbruch abseits.

So ruhen die Schweizer Hoffnungen vorab auf jenem Duo, welches in Diensten der französischen Equipe AG2R-La Mondiale steht. Da ist einerseits der Luzerner Mathias Frank, der vor vier Jahren als Vierter der Gesamtwertung das Podium nur um 12 Sekunden verpasst hat. So nahe war den Top 3 in der Romandie seit 2004 kein Schweizer. Frank ist guter Dinge: "Zwischen der Katalonien-Rundfahrt und der Flèche Wallonne von letzter Woche bestritt ich keine Rennen. Ich nutzte die Zeit fürs Training. Und ich kann sagen: Die Beine fühlen sich gut an." Frank inspizierte auch die Strecke von Ollon nach Villars, auf der am Freitag ein Bergzeitfahren ansteht.

In guter Verfassung ist auch Franks Mannschaftskollege Silvan Dillier. Der Aargauer hat bei Paris - Roubaix als überraschender Zweiter brilliert. Es war das bisher herausragende Ergebnis in einer Saison, in der die Profis aus unserem Land noch keinen bedeutenden Sieg einfahren konnten.

BMC kämpft für Andy Rihs

Die übrigen drei Schweizer, der St. Galler Tom Bohli, der Walliser Kilian Frankiny und der Waadtländer Danilo Wyss, starten in einer Helferrolle für das Team von BMC, das mit dem Australier Richie Porte den Vorjahressieger in seinen Reihen weiss. Zudem geht die Mannschaft nach dem Tod von Gründer und Eigentümer Andy Rihs, der am letzten Mittwoch im Alter von 75 einem Krebsleiden erlag, mit besonderer Motivation ins Rennen. "Wir sind bereit zu kämpfen. Das schulden wir Andy", sagt der Amerikaner Tejay Van Garderen, der Co-Leader bei BMC.

Van Garderen soll für Porte allenfalls in die Bresche springen. Denn ähnlich wie Albasini wurde Porte im Frühjahr unverhofft eingebremst. Wegen einer Infektion der Atemwege musste der Australier zunächst auf das Etappenrennen Tirreno - Adriatico verzichten, im April schliesslich gab er die Baskenland-Rundfahrt vorzeitig auf. Wie gut seine aktuelle Verfassung ist, wird sich weisen.

Die Rolle der Favoriten gehört deshalb eher zwei Fahrern, die in diesem Frühjahr schon erfolgreich waren: Primoz Roglic und Marc Soler. Im letzten Jahr hatte der 28-jährige Slowene Roglic die Tour de Romandie als Dritter hinter Roche und dem Briten Simon Yates beendet. Anfang April gewann der einstige Skispringer mit der Baskenland-Rundfahrt sein erstes Etappenrennen im Rahmen der WorldTour. Erst 24-Jährig ist der Spanier Soler. Er deutete seine Qualitäten mit dem Gesamtsieg bei Paris - Nizza an.

Gestartet wird die Westschweizer Rundfahrt heute mit einem nur 4 km langen Prolog in Freiburg, bei dem der Australier Rohan Dennis (auch er einer von BMC) zu favorisieren ist. Danach geht es in Richtung Jura nach Delsberg, wo die Tour de Romandie noch nie gastierte, seit Richard Chassot vor 12 Jahren das Amt als Tour-Direktor übernahm. Das Teilstück nach Yverdon könnte eine Angelegenheit für die Sprinter werden, ehe die beiden wohl entscheidenden Etappen folgen. Zunächst steht am Freitag das 10 km lange Bergzeitfahren nach Villars auf dem Programm, tags darauf die schwere Bergetappe mit Start und Ziel in Sitten. Am Sonntag schliesslich geht die Rundfahrt mit dem längsten Teilstück (182 km) in Genf zu Ende.

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