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Torloses Remis reicht Juventus Turin zum Titel

Juventus Turin und Stephan Lichtsteiner sichern sich in der vorletzten Runde der Serie A die Titelverteidigung und holen den siebten Scudetto in Folge.
Gonzalo Higuain freut sich mit Juventus Turin über den siebten Titel in Folge (Bild: KEYSTONE/EPA ANSA/CLAUDIO PERI)

Gonzalo Higuain freut sich mit Juventus Turin über den siebten Titel in Folge (Bild: KEYSTONE/EPA ANSA/CLAUDIO PERI)

(sda)

Im Auswärtsspiel gegen den Tabellendritten AS Roma reichte Juventus ein 0:0, um Verfolger Napoli entscheidend auf Distanz zu halten. Erst vor vier Tagen waren die Turiner im Römer Olimpico Cupsieger geworden; nun machten sie das vierte Double in Serie perfekt.

"Es ist emotional nicht der schönste Titel. Aber es war der schwierigste seit ich hier bin", sagte Geschäftsführer Giuseppe Marotta, der seit acht Jahren für Juventus tätig ist. Noch vor drei Wochen schien Verfolger Napoli nach dem Sieg im Spitzenspiel in Turin die besseren Karten zu haben.

Doch während die Süditaliener mit dem ersten Titel seit 28 Jahren in Griffnähe abstürzten und zwei Mal nicht siegten, hob Juventus das Niveau nochmals an. Die Turiner gewannen dank später Wende (und etwas Schiedsrichterglück) auswärts gegen Inter Mailand, siegten ohne Mühe gegen Bologna und deklassierten Milan im Cupfinal. Dass es in Rom nach mässiger Leistung und trotz Überzahl in der Schlussphase nicht zum Erfolg reichte, konnte ihnen für einmal egal sein.

Auch für Stephan Lichtsteiner ist es der siebte Titel in Folge. Er hatte im Sommer 2011 von Lazio Rom zu Juventus gewechselt - und ist seither immer Meister geworden. Nun wird er Turin verlassen, wahrscheinlich in Richtung Dortmund. Gegen die AS Roma sass er während 90 Minuten auf der Bank, er stand zum vierten Mal hintereinander (inklusive Cupfinal) nicht in der Startformation. Dies war Lichtsteiner letztmals vor 15 Monaten passiert. In Rom wurde ihm der Italiener Mattia De Sciglio vorgezogen, der letztmals vor knapp zwei Monaten gespielt und zuletzt wegen einer Fussverletzung gefehlt hatte.

Mit dem erneuten Meistertitel werkelt auch der Trainer Massimiliano Allegri an seinem Rekord. Er hat seit seiner Ankunft und Turin 2014 als Nachfolger von Antonio Conte alle acht nationalen Titel geholt. Ausserdem hat er Juventus zweimal in den Final der Champions League geführt. Ob Allegri, der vor sieben Jahren schon mit Milan Meister wurde, bei Juventus bleibt, ist jedoch ungewiss. Der 50-Jährige aus der Toskana wird in London als Nachfolger von Arsène Wenger bei Arsenal gehandelt.

Erster Sieg von Udinese seit Ende Januar

Udinese mit Valon Behrami in der Startformation gewann erstmals seit dem 28. Januar wieder eine Serie-A-Partie und dürfte den Klassenerhalt nun doch noch schaffen. Bei Hellas Verona siegten sie mit 1:0.

Seit einem 1:0-Auswärtssieg Ende Januar gegen Genoa gab es für Udinese nur noch zwei Punkte aus 14 Spielen. Der Klub aus dem Friaul droht(e) sogar der Abstieg in die Serie B. Gegen Hellas Verona, das bereits relegiert ist, und im dritten Spiel unter Igor Tudor, dem dritten Trainer in dieser Saison, gewann Udinese nun aber doch wieder einmal und kann sich am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Bologna retten. Der Vorsprung auf Crotone (2:2 gegen Lazio Rom) und SPAL Ferrara (1:2 bei Torino) beträgt zwei Punkte.

Das entscheidende Tor für Udinese schoss Antonin Barak schon nach 20 Minuten. Der Tscheche war im Anschluss an einen Corner mit der Fussspitze aus wenigen Metern erfolgreich. Während Valon Behrami im Zentrum des Fünfermittelfeldes durchspielte, sass Silvan Widmer während 90 Minuten auf der Bank.

Milan (mit Ricardo Rodriguez) hat dank dem 1:1 bei Atalanta Bergamo (mit Remo Freuler und Nico Haas) den 6. Platz verteidigt und kann in der letzten Runde nicht mehr von den Europa-League-Plätzen verdrängt werden, weil das achtklassierte Fiorentina sein Heimspiel gegen Cagliari 0:1 verlor.

Der Sechste der Serie A ist direkt für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert, während der Siebte zwischen Ende Juli und Ende August drei Qualifikationsrunden bestreiten muss. Um sicher Sechste zu bleiben, müssen die Mailänder zum Abschluss das Heimspiel gegen Fiorentina gewinnen - ansonsten könnte Atalanta noch vorbeiziehen.

In Bergamo kassierte Milan den nicht unverdienten Ausgleich durch Atalanta-Verteidiger Andrea Masiello in der Nachspielzeit. Franck Kessié hatte Milan nach einer Stunde in Führung gebracht. Das Spiel unter Dauerregen war hart und intensiv und vor allem die Gangart von Atalanta phasenweise jenseits von Gut und Böse. Insgesamt gab es elf Verwarnungen und in der zweiten Halbzeit zwei Platzverweise (je einen).

Telegramm/Resultate:

AS Roma - Juventus Turin 0:0. - 53'091 Zuschauer. - Bemerkungen: Juventus Turin ohne Lichtsteiner (Ersatz). 68. Gelb-Rote Karte gegen Nainggolan (AS Roma).

Sampdoria Genua - Napoli 0:2 (0:0). - 22'000 Zuschauer. - Tore: 72. Milik 0:1. 81. Albiol 0:2.

Bologna - Chievo Verona 1:2 (1:0). - 22'581 Zuschauer. - Tore: 12. Verdi 1:0. 48. Giaccherini 1:1. 60. Inglese 1:2. - Bemerkung: Bologna mit Dzemaili (bis 62.).

Hellas Verona - Udinese 0:1 (0:1). - Tor: 20. Barak 0:1. - Bemerkung: Udinese mit Behrami, ohne Widmer (Ersatz).

Atalanta Bergamo - Milan 1:1 (0:0). - 19'883 Zuschauer. - Tore: 60. Kessié 0:1. 92. Masiello 1:1. - Bemerkungen: Atalanta Bergamo mit Freuler und Haas (ab 70.), Milan mit Rodriguez. 64. Gelb-Rote Karte gegen Toloi (Atalanta). 75. Rote Karte gegen Montolivo (Milan) wegen Fouls.

Die weiteren Resultate vom Sonntag: Crotone - Lazio Rom 2:2. Torino - SPAL Ferrara 2:1. Fiorentina - Cagliari 0:1.

Rangliste:

1. Juventus Turin 37/92 (84:23). 2. Napoli 37/88 (75:28). 3. AS Roma 37/74 (60:28). 4. Lazio Rom 37/72 (87:46). 5. Inter Mailand 37/69 (63:28). 6. AC Milan 37/61 (51:41). 7. Atalanta Bergamo 37/60 (57:38). 8. Fiorentina 37/57 (53:41). 9. Sampdoria Genua 37/54 (55:57). 10. Torino 37/51 (52:45). 11. Sassuolo 37/43 (29:58). 12. Genoa 37/41 (32:41). 13. Bologna 37/39 (40:51). 14. Chievo Verona 37/37 (35:59). 15. Udinese 37/37 (47:63). 16. Cagliari 37/36 (32:61). 17. SPAL Ferrara 37/35 (36:58). 18. Crotone 37/35 (39:64). 19. Hellas Verona 37/25 (29:76). 20. Benevento 37/21 (33:83).

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