Tom Lüthi: «Lösung noch nicht gefunden»

Das GP-Wochenende in Tschechien endet für Tom Lüthi im Debakel. Wie bereits in den Trainings und im Qualifying (nur 26.) ist der Emmentaler nicht konkurrenzfähig und verpasst als 17. die WM-Punkte.

Drucken
Teilen
Kein gutes Wochenende: Tom Lüthi war in Brünn wie im Training auch im Rennen nicht konkurrenzfähig

Kein gutes Wochenende: Tom Lüthi war in Brünn wie im Training auch im Rennen nicht konkurrenzfähig

KEYSTONE/EPA/MARTIN DIVISEK
(sda)

Tom Lüthi wirkt derzeit ziemlich ratlos. Der eigentlich als Mitfavorit auf den WM-Titel in die Saison gestartete Emmentaler fährt in der Moto2 so sehr hinterher wie seit mindestens zwölf Jahren nicht mehr. «Wir haben die Lösung für unsere Probleme noch nicht gefunden», stellte der 33-jährige Berner in Brünn nüchtern fest.

Nur einmal, im Warm-up am Sonntagmorgen, war seine Kalex einigermassen konkurrenzfähig (11. Zeit). Von Position 26 aus war im Rennen aber nichts zu holen. Da zuvor während des ganzen Wochenendes nichts zufriedenstellend funktioniert hatte, verstellten die Techniker am Motorrad sehr viel, so dass Lüthi erst das richtige Gefühl auf der Maschine finden musste. «Die Ausgangslage war die schlechteste, von der ich je gestartet bin», erklärte Lüthi. «Dennoch habe ich alles versucht, um mich in Richtung der Punkte vorzukämpfen. Leider hat es nicht gereicht.»

Für die Doppelveranstaltung an den kommenden beiden Wochenenden in Österreich muss das IntactGP-Team nun schleunigst eine Lösung finden. Der WM-Zug ist nach den Plätzen 10 (Katar), 7 (Jerez II), 17 und einem Sturz (Jerez I) abgefahren. Doch Lüthi will unbedingt wieder um Podestplätze oder zumindest die Top Ten mitfahren können. Denn «der Kampf im Hinterfeld ist brutal hart», wie er nach dem Rennen in Tschechien feststellte.

Eine ansprechende Leistung zeigte Dominique Aegerter. Der Ersatzfahrer für Jesko Raffin im NTS-Team belegte bei seinem Comeback in der Moto2 den 21. Platz - übrigens der genau gleiche wie vor einem Jahr im Team von MV Agusta. Ob er auch in einer Woche an Stelle des an mysteriösen Kreislaufproblemen leidenden Raffin fahren darf, steht noch nicht fest. Da in der MotoE, wo der Oberaargauer regulär engagiert ist, Pause ist, wäre dies aber möglich.

Den Sieg holte sich wie vor zwei Wochen in Andalusien der italienische Kalex-Fahrer Enea Bastianini, der auch gleich die Führung in der WM-Wertung übernahm.

Moto3: Dupasquier verpasst die Top 20

Der Schweizer Moto3-Fahrer Jason Dupasquier verpasste die Top 20 deutlich. Der 18-jährige Freiburger belegte auf seiner KTM den 23. Platz. Es ist dies für den WM-Neuling ein leichter Rückschritt gegenüber den beiden Rennen in Jerez (21. und 19.), wo er allerdings auch von vielen Ausfällen profitiert hatte.

Der nur ein Jahr ältere Italiener Dennis Foggia feierte auf der traditionsreichen Strecke im Südosten Tschechiens seinen ersten GP-Sieg. Der Honda-Fahrer setzte sich knapp vor dem spanischen WM-Leader Albert Arenas (KTM) durch.