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Superfinal in Kloten entscheidet über Schweizer Unihockey-Meister

Im Superfinal in Kloten kommt es am Sonntag zum Berner Duell zwischen Titelverteidiger Wiler-Ersigen und Köniz. Bei den Frauen stehen sich zum 7. Mal in Serie Piranha Chur und Dietlikon gegenüber.
Nur wenige Stunden nach dem 4:3-Sieg nach Verlängerung des EHC Kloten in der Ligaqualifikation stehen im Schluefweg die Unihockeyspieler im Einsatz (Bild: KEYSTONE/PATRICK B. KRAEMER)

Nur wenige Stunden nach dem 4:3-Sieg nach Verlängerung des EHC Kloten in der Ligaqualifikation stehen im Schluefweg die Unihockeyspieler im Einsatz (Bild: KEYSTONE/PATRICK B. KRAEMER)

(sda)

Im Superfinal in Kloten kommt es am Sonntag zum Berner Duell zwischen Titelverteidiger Wiler-Ersigen und Köniz. Bei den Frauen stehen sich zum 7. Mal in Serie Piranha Chur und Dietlikon gegenüber.

Es ist wiedermal die Zeit für eine Debatte in der Schweizer Unihockey-Szene. Es ist eine Debatte, die in den letzten drei Jahren oft und emotional geführt worden ist, und die immer dann wieder aufgeheizt wird, wenn die Meisterschaft in die finale Phase geht.

Am Sonntag - aufgrund der Ligaqualifikation des EHC Kloten einen Tag später als ursprünglich geplant - finden in der Swiss Arena in Kloten zum vierten Mal die Superfinals statt, in denen sowohl bei den Männern als auch den Frauen die Schweizer Meister erkoren werden. Es ist ein Format, das hierzulande seit der Einführung kritisch beäugt wird, da es den Sport vermehrt zur Nebensache verkommen lasse, vielmehr der Event im Fokus stehe, und da das sportliche Geschehen zu einer Lotterie verkomme und nicht zwingend die stärksten Teams am Ende auch den Meisterpokal in den Händen hielten.

Titelverteidiger Wiler-Ersigen schreibt vor dem Berner Duell mit Floorball Köniz von einem "Virus", das sich über Schweden und Tschechien bis in die Schweiz ausgebreitet habe, was "blanker Unsinn" sei. Dass sich der Fokus der Emmentaler ein paar Tage vor der Meisterschaftsentscheidung weg vom sportlichen Parkett bewegt hat, zeigt zweierlei Dinge. Einerseits ist es ein Zeichen für die Überlegenheit, welche die Equipe von Thomas Berger in dieser Saison bisher an den Tag gelegt hat. Der Qualifikationssieger ist in den Playoffs ungeschlagen. Sowohl gegen Uster als auch gegen Rychenberg-Winterthur musste der SVWE noch nicht an die Leistungsgrenze gehen.

Andererseits lässt sich im Statement des Meisters zwischen den Zeilen auch eine gewisse Angst herausspüren, die Angst vor der Niederlage. Wilers Weg in den Superfinal hat angedeutet, dass es in einer Best-of-7-Serie wahrscheinlich jedem Gegner überlegen wäre, was angesichts des Verjüngungsprozesses, den die Emmentaler zuletzt vorangetrieben haben, doch eine bemerkenswerte und etwas überraschende Feststellung ist. Trotz bereits zwei Superfinal-Triumphen gestaltet sich die Ausgangslage in einem einzelnen Spiel wesentlich offener. Der zwölfte Meistertitel ist den Emmentalern keineswegs sicher, zumal auch Köniz bisher souverän durch die Playoffs marschiert ist.

Das Ende einer Ära

Je eine Niederlage mussten die Könizer gegen Zug und gegen GC hinnehmen, bevor der zweite Einzug in den Superfinal nach 2016 feststand. Es ist nicht nur deshalb eine spezielle Situation, weil sich ihnen zum zweiten Mal die Chance auf den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte bietet, sondern auch deshalb, weil nach der Saison eine Ära zu Ende gehen wird. Nach 29 Jahren an der Bande hört Trainer René Berliat auf und wird in Zukunft stattdessen als Ausbildungschef amten. Insofern wäre ein Titelgewinn das perfekte Abschiedsgeschenk.

Es wird aber nicht die einzige Veränderung bleiben. In der Mannschaft bahnen sich mehrere gewichtige Mutationen an, die in Kürze offizialisiert werden dürften. Köniz steht also vor einem Umbruch. Dass dies nicht gleichbedeutend mit sportlichem Einbruch sein muss, hat nicht zuletzt Wiler-Ersigen gezeigt.

Churs Lust auf Revanche

Bei den Frauen duellieren sich zum siebenten Mal in Folge Piranha Chur und Dietlikon um den Meistertitel. Während die Zürcherinnen ungeschlagen in den Superfinal einzogen, mussten die Bündnerinnen gegen die Red Ants Winterthur eine Niederlage hinnehmen. Die Ausgangslage vor dem Klassiker im Schweizer Frauen-Unihockey ist offen. In den Partien in der Qualifikation resultierte jeweils ein Sieg. Das einzige K.o.-Spiel, den Cup-Halbfinal, entschied Piranha Chur für sich (6:2). Die Bündnerinnen werden darauf aus sein, für die letztjährige Klatsche (2:7) Revanche zu nehmen.

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