St.Otmar gewinnt in der NLA gegen Wacker Thun 30:25 (13:11) und bleibt auf dem wichtigen vierten Playoff-Platz

Gegen den Tabellennachbarn aus Thun siegen die St.Galler in einer vor allem in der ersten Halbzeit ausgeglichenen Partie schlussendlich klar und verdient mit fünf Toren Differenz. Dies, da sie in der zweiten Hälfte das bessere Team waren.

Sarina Bischoff
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Tobias Wetzel von St.Otmar.

Tobias Wetzel von St.Otmar.

Archivbild: Ralph Ribi

Eigentlich war das Spiel in der NLA zwischen St.Otmar und Wacker Thun ein bedeutendes, war es doch ein Vier-Punkte-Spiel, in welchem es um den vierten Tabellenplatz und damit um das Heimrecht in den Playoffs ging. Doch davon war in der ersten Halbzeit nicht viel zu merken. Beide Mannschaften wirkten wenig überzeugend, unbedingt den Sieg zu wollen. Für ein Spiel dieser Brisanz fehlten die Emotionen, die Aggressivität und das Tempo.

Von Anfang schien es, als wollten die beiden Kontrahenten keine Fehler machen, wirkten nervös und machten dadurch ebendiese Fehler. Insgesamt verzeichneten die beiden Teams in den ersten 30 Minuten 15 unerzwungene Fehler. So startete auch Otmar gleich mit einem Fehlpass, welchen die Thuner im Gegenstoss zum 1:0 ausnutzten. Dies war jedoch der einzige Rückstand der Ostschweizer in der gesamten Partie, konnten sie doch in der Folge immer wieder ein bis zwei Tore vorlegen und auch bei ausgeglichenem Spielstand wieder die Führung übernehmen.

Verteidigung besser als der Angriff

Dies verdankten die St.Galler jedoch nicht der Offensive, in welcher sie ideenlos und statisch agierten, sondern der Defensive. Diese war kompakt und spielte gut mit Torhüter Aurel Bringolf zusammen. Er war es denn auch, der seinen Mitspielern mit zehn Paraden und fast 50 Prozent gehaltener Bälle in der ersten Hälfte den nötigen Rückhalt gab. Dank seiner Leistung und den Gästen aus Thun, die zu viele Fehler begingen und sich auf ähnlichem Niveau bewegten wie Otmar, lagen die Ostschweizer zur Pause mit 13:11 in Führung.

Nach dem Seitenwechsel legte Otmar einen Gang zu und konnte so den Vorsprung schnell auf 19:14 ausbauen. Dies gelang vor allem dank zunehmender Aggressivität in der Verteidigung und beweglicherem Spiel im Angriff. «Wir wollten einen besseren Start in die zweite Halbzeit als in den vergangenen Partien und dies ist uns gelungen», sagte Torhüter Bringolf nach dem Spiel.

Kein Zittern

In der Folge verteidigten die St.Galler ihren Vorsprung relativ problemlos, verzeichneten sie doch erheblich weniger Fehler und hatten auf die Gegentore meist wieder die passende Antwort durch einen eigenen Treffer. So brachte sie auch die offensivere Deckungsvariante der Thuner, die sich in den zweiten 30 Minuten nicht zu steigern vermochten, nicht aus der Fassung und konnten die beiden wichtigen Punkte im Bezug auf das Heimrecht in den Playoffs ohne zu zittern verbuchen. «Wir konnten den ersten Schritt zu unserem Ziel heute machen», sagte Bringolf. Mit diesem ersten Schritt haben es die Ostschweizer in den beiden verbleibenden Spielen gegen Endingen und Kriens-Luzern weiterhin in den eigenen Händen dieses begehrten vierten Platz zu sichern.