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Spitzenspiel «für das Kleingedruckte»: Guardiola hadert

Der FC Liverpool und Manchester City überraschen mit ihrem torlosen Remis Fans und Medien. Liverpool-Trainer Jürgen Klopp ist trotz Sieglosserie zufrieden, City-Coach Pep Guardiola genervt.
Verschossener Penalty als Thema: City-Trainer Pep Guardiola und Riyad Mahrez im Gespräch (Bild: KEYSTONE/EPA/PETER POWELL)

Verschossener Penalty als Thema: City-Trainer Pep Guardiola und Riyad Mahrez im Gespräch (Bild: KEYSTONE/EPA/PETER POWELL)

(sda/dpa)

Keine Tore im englischen Spitzenspiel zwischen dem FC Liverpool und Manchester City. Nicht nur die Fans sondern auch die britischen Medien hatten sich für die Affiche des Sonntags anderes vorgestellt. Sie zeigten sich überrascht über das 0:0, bei dem nur vier Torschüsse registriert wurden. «Nicht viele hätten das erwartet», schrieb die Zeitung «Guardian». Die Partie sei im Saisonrückblick «nur für das Kleingedruckte» geeignet. «Warum gab es kein Feuerwerk in Anfield?», fragte BBC Sport. Weil Man City eine weitere Pleite gegen Liverpool um jeden Preis vermeiden wollte und beide Teams vor allem darauf bedacht waren, keine Fehler zu machen.

«Für beide Mannschaften war das sehr intensiv», resümierte Jürgen Klopp, «beide haben Respekt für das andere Team gezeigt.» Mit dem Ergebnis war der Liverpool-Coach zufrieden. «Wir hatten natürlich ein bisschen Glück mit dem Strafstoss», räumte Klopp ein, «das ist klar.» Riyad Mahrez hätte City zum ersten Ligasieg in Anfield seit 15 Jahren schiessen können, doch der Stürmer schoss einen Foulelfmeter in der Schlussphase weit übers Tor und schenkte den Reds so einen Punkt.

«Im Training sehe ich Mahrez jeden Tag Elfmeter schiessen, darum hatte ich grosses Vertrauen», rechtfertigte sich Guardiola gequält. «Das wird eine gute Erfahrung für ihn, nächstes Mal geht er rein.» Dass Mahrez vom Punkt antrat und nicht Gabriel Jesus, der den Ball forderte, nahm Guardiola leicht genervt auf seine Kappe. «Ich entschuldige mich», sagte er, «das war mein Entscheid.» Pechvogel Mahrez nahm es hingegen locker: «Jeder verschiesst mal einen Elfer.» Dabei sah der Algerier gerne über den Fakt hinweg, dass er von seinen acht letzten Penalty-Versuchen gleich deren fünf nicht verwandelte.

Mit 20 Punkten und 21:3 Toren blieb Manchester City an der Tabellenspitze vor den punktgleichen Rivalen Chelsea (2.) und Liverpool (3.). Und nach sechs Niederlagen in sieben Spielen in Anfield - nur im unbedeutenden Ligapokal setzte sich City durch - stoppte der Meister mit dem 0:0 ausserdem seine Negativserie.

Hingegen wartet Liverpool nun schon seit vier Pflichtspielen auf einen Sieg, was auch an Mohamed Salah liegt. Der Torschützenkönig der vergangenen Saison kam bisher auf nur drei Treffer. Der «Guardian» verglich den Stürmer mit «einem Sportwagen, dem ein Rad fehlt», gewisse Fans an der Anfield Road scheinen die Geduld mit dem Ägypter verloren zu haben: Sie fordern den Schweizer Internationalen Xherdan Shaqiri, der das Remis gegen Manchester von der Bank mitverfolgen musste, anstelle von Salah in der Startformation.

Allerdings bekam es Liverpool in den letzten vier Spielen nur mit Topteams zu tun: zweimal Chelsea, Napoli und nun City. «Das war das letzte Spiel einer intensiven Phase», betonte deshalb Klopp, auf dessen Mannschaft nach der Länderspielpause mit Huddersfield, Belgrad und Cardiff vermeintlich leichtere Gegner warten. «Wenn mir jemand angeboten hätte, dass wir nach acht Spieltagen 20 Punkte haben, hätte ich zugestimmt», betonte Klopp. «Aber mit diesen Spielansetzungen? Gekauft!»

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