Solide Leistung von Fähndrich zum Tour-de-Ski-Auftakt

Nadine Fähndrich, die einzige Schweizer Langläuferin mit Ambitionen für die Gesamtwertung der Tour de Ski, ist mit einem 19. Platz über 10 km Skating in Lenzerheide gut gestartet.

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Nadine Fähndrich darf mit dem Tour-de-Ski-Auftakt zufrieden sein.

Nadine Fähndrich darf mit dem Tour-de-Ski-Auftakt zufrieden sein.

KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
(sda)

Fähndrich hielt sich im Massenstartrennen in der von ihr weniger geliebten Technik von Anfang an im Bereich der Top 15 auf. Erst am Ende verlor die 24-jährige Luzernerin noch ein paar Ränge, zeigte sich aber dennoch sehr zufrieden. «Bis jetzt war es mir immer sehr schwer gefallen, in einer Gruppe mitzulaufen», erklärte Fähndrich. «Heute hingegen habe ich mich aber gut gefühlt.»

Nun sieht sie sich auf Kurs, um ihr Ziel eines Platzes in den ersten 20 des Gesamtklassements zu erreichen. «Wenn ich mich über 10 km Skating schon in den Top 20 klassiere, ist das viel versprechend. Klassisch stufe ich mich schon noch etwas stärker ein», sagte die Luzernerin. Zunächst geht es aber am Sonntag in Lenzerheide mit einem Sprint im Skating-Stil weiter. Da ist Fähndrich einiges zuzutrauen. Zuletzt verpasste sie in Davos und Planica den Final der Top 6 nur knapp.

Die zweitbeste Schweizerin war die Biathletin Selina Gasparin. Die seit vier Jahren in Lenzerheide wohnhafte Engadinerin nutzte den Weltcup vor der Haustüre zum wettkampfmässigen Training und verpasste als 36. die Punkte um 28 Sekunden.

Über den Namen der Siegerin gab es wie bei Distanzrennen üblich keine Fragen. Die Norwegerin Therese Johaug lief den erwarteten, überlegenen Sieg ein. Mit gut zwölf Sekunden Vorsprung auf ein weiteres skandinavisches Trio mit Heidi Weng, Ebba Andersson und Ingvild Flugstad Östberg fiel der Vorsprung aber eher im unteren Bereich der Prognosen aus. Die Titelverteidigerin Östberg startete nach angeblichen Magersuchtsproblemen eher überraschend erstmals in dieser Saison im Weltcup.