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Selina Büchel kommt nicht auf Touren

Selina Büchel missglückt der Saisoneinstieg über 800 m gründlich. Die Toggenburgerin läuft beim Diamond-League-Meeting in Eugene nach schwachen 2:03:15 Minuten abgeschlagen als Letzte durchs Ziel.
Selina Büchel ist noch nicht in Form (Bild: KEYSTONE/AP PA/MARTIN RICKETT)

Selina Büchel ist noch nicht in Form (Bild: KEYSTONE/AP PA/MARTIN RICKETT)

(sda)

Die Schweizerin war ob dem Tempolauf der Konkurrenz überfordert - sieben Läuferinnen blieben beim Sieg von Caster Semenya in der Jahres-Weltbestzeit von 1:55,92 unter der 2-Minuten-Marke. Bereits nach 200 m lag Büchel am Ende des Feldes und verlor bald den Kontakt zu den Konkurrentinnen. Der 9. Rang mit knapp drei Sekunden Rückstand auf die Vorletzte bedeutete eine herbe Niederlage.

"Das war keine gute Leistung von mir und ich habe nicht wirklich eine Erklärung dafür", sagte Büchel. "Ich habe mich wie gewollt hinten positioniert und bin so angelaufen wie ich wollte. Aber ich merkte früh, dass sich das Tempo sehr schnell anfühlt und ich Mühe hatte, dran zu bleiben." Im Hinblick auf die EM in Berlin im August bleibt Büchel aber optimistisch. "Das Training läuft eigentlich problemfrei und unauffällig, weder besonders gut noch schlecht. Nun heisst es eben, sich davon nicht verunsichern zu lassen, nach vorne zu schauen und weiter zu trainieren. An der EM möchte ich bereit sein."

Büchel trat erstmals seit den Hallen-Weltmeisterschaften in Birmingham, wo sie über 800 m den 6. Rang erreichte hatte, in ihrer Paradedisziplin an. Nach den Titelkämpfen trainierte sie im April in Italien und bestritt als Vorbereitung für Eugene Wettkämpfe auf Über- und Unterdistanzen. Büchel war nach Mujinga Kambundji und Kariem Hussein bereits die dritten Schweizerin, die in dieser Saison einen Startplatz in einem Diamond-League-Feld erhielt.

Caster Semenya lief ungefährdet zum Sieg. Die Südafrikanerin kann noch schalten und walten, wie sie will. Der Leichtathletik-Weltverband IAAF führt erst ab dem 1. November erneut eine Begrenzung für Mittelstreckenläuferinnen mit hohen natürlichen Testosteronwerten ein. Semenya, Francine Niyonsaba aus Burundi (3.) und die Kenianerin Margaret Wambui (6.) sind in der Disziplin von Büchel seit 2015 bevorteilt. An den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro lief das Trio erwartungsgemäss in dieser Reihenfolge aufs Podest. In einigen Monaten erhalten Frauen das Startrecht für Rennen zwischen 400 Metern und einer Meile nur, wenn der Testosterongehalt von 5 nmol pro Liter Blut nicht überschritten wird. Als Semenya noch zur Hormonkur gezwungen war, hatten sich ihre Zeiten um die 2 Minuten eingependelt.

Niederlage für Coleman

In einem hochklassigen 100-m-Lauf kassierte der Hallen-Weltrekordhalter Christian Coleman in 9,84 Sekunden eine Niederlage. Der WM-Zweite von London 2017 - hinter Justin Gatlin, aber vor Usain Bolt - musste sich seinem Landsmann Ronnie Baker geschlagen gegen. Dessen 9,78 Sekunden gelten aber nicht als Jahres-Weltbestleistung, da der Rückenwind mit 2,4 m/s zu stark schob. Im Rennen der Frauen setzte sich in einem starken Feld die Afrikanerin Marie Josée Ta Lou durch.

Einwandfreie Jahres-Weltbestleistung gingen hingegen neben Semenya auf das Konto des Steeplers Benjamin Kigen (KEN/8:09,07), der 1500-m-Läuferin Shelby Houlihan (USA/3:59,06), der 5000-m-Läuferin Genzebe Dibaba (ETH/14:26,89), der 400-m-Läuferin Shaunae Miller-Uibo (BAH/49,52) und des 200-m-Läufers Noah Lyles (USA/19,69).

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