Die Italienerin Sofia Goggia gewinnt den Super-G in St. Moritz – Lara Gut-Behrami und Corinne Suter fahren in die Top 10

Die Schweizerinnen verpassen im Super-G von St. Moritz die Podestplätze. Lara Gut-Behrami wird Fünfte, Corinne Suter Sechste. Sofia Goggia und Federica Brignone feiern einen italienischen Doppelsieg.

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Sofia Goggia war schneller als die Schweizerinnen.

Sofia Goggia war schneller als die Schweizerinnen.

Jean-Christophe Bott, KEYSTONE
(sda)

Goggia, die unterwegs einen Stock verlor, setzte sich nach einem wilden Ritt eine Hundertstelsekunde vor Brignone durch. Für die 27-jährige WM-Zweite im Super-G von Are war es der siebte Weltcupsieg. Platz 3 belegte Mikaela Shiffrin mit 13 Hundertsteln Rückstand.

Bei windigen Verhältnissen tat sich hinter der viertplatzierten Nicole Schmidhofer bei den Zeitabständen eine Lücke auf. Gut-Behrami verpasste das Podest um 59 Hundertstel, Suter um 74. Suter, die beim Speed-Auftakt in Lake Louise mit zwei Podestplätzen und einem 5. Rang geglänzt hatte, teilte sich Platz 6 mit der Österreicherin Nina Ortlieb und der Norwegerin Kajsa Lie.

Auf dem Hang, auf dem sie vor bald zwölf Jahren als 17-Jährige auf Platz 3 in der Abfahrt gefahren ist und acht Monate später ihr erstes Weltcuprennen gewonnen hat, glückte Gut-Behrami der erhoffte Schritt in die richtige Richtung. «Es war eine gute Fahrt. Ich konnte das umsetzen, was ich mir vorgenommen habe. Das gibt mir Vertrauen», erklärte die Tessinerin im SRF-Interview. Sie hoffe, die Tore künftig wieder etwas enger fahren zu können.

Suter, die drei Startnummern nach Goggia ins Rennen ging, hatte wohl Pech mit den wechselhaften Verhältnissen. Einen grossen Teil ihrer Hypothek handelte sie sich im Mittelabschnitt ein. Es sei nicht leicht gewesen, meinte sie, dennoch sprach sie von einem «guten Rennen».

Aufwärtstendenz liess neben Gut-Behrami auch Michelle Gisin erkennen. Die Engelbergerin wurde Zwölfte, zeitgleich mit Wendy Holdener. Gut-Behrami und Gisin waren vor einer Woche in Lake Louise nicht wie gewünscht auf Touren gekommen.

Am Sonntag steht in St. Moritz ein Parallelslalom auf dem Programm.