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Schweizer müssen nach Niederlage um Viertelfinals zittern

Die Schweizer Nationalmannschaft erleidet an der Weltmeisterschaft in Dänemark im sechsten Spiel die dritte Niederlage - 3:5 gegen Schweden.
Trotz der NHL-Verstärkung von Roman Josi (rechts) unterlagen die Schweizer an der WM gegen Schweden (Bild: KEYSTONE/EPA KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)

Trotz der NHL-Verstärkung von Roman Josi (rechts) unterlagen die Schweizer an der WM gegen Schweden (Bild: KEYSTONE/EPA KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)

(sda)

Somit kann das Team von Trainer Patrick Fischer die Viertelfinals nicht mehr aus eigener Kraft erreichen, weshalb die Schweizer am spielfreien Montag zu Fans des russischen Teams werden. Der Olympiasieger muss die Slowakei bezwingen, ansonsten sind die Chancen der SIHF-Auswahl auf die Viertelfinals nur noch minimal, treffen doch die Slowaken am Dienstag im abschliessenden Gruppenspiel auf den punktelosen Absteiger Weissrussland. Gewinnen die Russen in der Verlängerung oder im Penaltyschiessen, müssen die Schweizer gegen Frankreich gleich viele Punkte holen wie die Slowakei gegen Weissrussland. Bei einem russischen Sieg nach 60 Minuten reichen zwei Zähler.

In den ersten fünf Partien hatten die Schweizer mit einem mutigen Angriffsspiel überzeugt. Insofern war der Auftritt gegen die sehr stark spielenden Schweden vorab in den ersten 38 Minuten ernüchternd, spielten doch die Skandinavier mit der SIHF-Auswahl phasenweise Katz und Maus. Das Beste aus Schweizer Sicht war, dass es zu diesem Zeitpunkt "nur" 0:3 stand. Torhüter Leonardo Genoni bewahrte sein Team mehrmals vor einem weiteren Gegentreffer.

In der 39. Minute gelang dann Verteidiger Ramon Untersander mit seinem zweiten Tor an diesem Turnier aus dem Nichts das 1:3. Zu Beginn des letzten Drittels hatten die Schweden die Partie aber weiterhin im Griff. Das änderte sich nach dem 2:3 von Captain Raphael Diaz (45.), der nach einem Pass des neu zur Equipe gestossenen Kevin Fiala geduldig wartete, bis die Abschlussposition ideal war. Für den Zuger Verteidiger war es das erste Tor an einer WM seit dem 9. Mai 2011.

Kurz darauf provozierten die Schweizer eine Strafe, worauf Grégory Hofmann in der 47. Minute im Powerplay beinahe der Ausgleich gelang. Der schwedische Keeper Anders Nilsson parierte dessen Direktschuss nach einem Querpass aber mirakulös. Die Schweizer waren nun in der Partie angekommen. Umso bitterer war das 2:4 von Verteidiger Adam Larsson in der 53. Minute. Während eines weiteren Überzahlspiels für die Schweizer riskierte Fischer alles und ersetzte Genoni durch einen sechsten Feldspieler. Genoni blieb auch nach Ablauf der Strafe draussen, was Magnus Pääjärvi zum 5:2 (57.) nutzte. Das 3:5 von Dean Kukan (60.) war dann nur noch Resultatkosmetik. Somit schossen alle drei Schweizer Treffer Verteidiger.

Telegramm:

Schweiz - Schweden 3:5 (0:2, 1:1, 2:2)

Kopenhagen. - 12'255 Zuschauer. - SR Jerabek/Rantala (CZE/FIN), Otmachow/Sormunen (RUS/FIN). - Tore: 6. Klingberg (Zibanejad, Ekman-Larsson/Ausschluss Schäppi) 0:1. 10. Hörnqvist (Pettersson, Backlund/Ausschluss Diaz) 0:2. 22. Backlund (Lindholm) 0:3. 39. Untersander (Corvi) 1:3. 45. Diaz (Fiala, Andrighetto) 2:3. 53. Adam Larsson (Backlund) 2:4. 57. Pääjärvi (Backlund) 2:5 (ins leere Tor). 60. Kukan (Untersander/Ausschluss Johan Larsson) 3:5. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 4mal 2 Minuten gegen Schweden.

Schweiz: Genoni; Diaz, Müller; Fora, Josi; Untersander, Kukan; Frick; Niederreiter, Corvi, Meier; Andrighetto, Vermin, Fiala; Moser, Haas, Hofmann; Rod, Schäppi, Scherwey; Baltisberger.

Schweden: Nilsson; Adam Larsson, Ekman-Larsson; Klingberg, Lindholm; Wikstrand, Gustafsson; Rakell, Zibanejad, Janmark; Hörnqvist, Backlund, Pettersson; Arvidsson, De la Rose, Kempe; Everberg, Johan Larsson, Pääjärvi; Andersson.

Bemerkungen: Schweiz ohne Berra (Ersatztorhüter), Genazzi, Riat und Senn (alle überzählig); Schweden ohne Forsberg und Ekholm (noch nicht angereist). - Schweiz von 54:25 bis 56:42 und ab 59:32 ohne Goalie. - Schüsse: Schweiz 23 (4-5-14); Schweden 41 (15-14-12). - Powerplay-Ausbeute: Schweiz 1/4; Schweden 2/3.

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