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Schweizer IOC-Mitglied Baumann erliegt Herzinfarkt

Der Schweizer Generalsekretär des Basketball-Weltverbandes FIBA, Patrick Baumann, verstirbt in Buenos Aires völlig überraschend. Der 51-Jährige erliegt einem Herzinfarkt.
Das Schweizer IOC-Mitglied Patrick Baumann verstarb an einem Herzinfarkt (Bild: Keystone/AP/MICHEL EULER)

Das Schweizer IOC-Mitglied Patrick Baumann verstarb an einem Herzinfarkt (Bild: Keystone/AP/MICHEL EULER)

(sda)

Patrick Baumann weilte anlässlich der derzeit stattfindenden Olympischen Sommer-Jugendspiele in Buenos Aires. Der in Basel geborene Jurist war seit 2003 Generalsekretär der im waadtländischen Mies beheimateten FIBA, seit 2007 gehörte er als Mitglied dem Internationalen Olympischen Komitee IOC an. Im April 2016 war Baumann zudem zum neuen Präsidenten der Vereinigung internationaler Sportverbände (SportAccord) gewählt worden.

Auch stand Baumann als Präsident dem Organisationskomitee der Olympischen Winter-Jugendspiele in Lausanne 2020 vor. Seine Waadtländer OK-Kollegen würdigten ihn in einem Communiqué «als eine der Säulen des Projekts seit dessen Gründung». Er habe sie in jeder Phase leidenschaftlich und unermüdlich unterstützt.

Baumann war auch langjähriges Mitglied des Exekutivrats von Swiss Olympic. Dessen Präsident Jürg Stahl sagte, dass der Verstorbene «sein Leben dem Sport gewidmet hat, und er kannte die Kraft, die dieser auf die Gesellschaft ausübt. Sein Hinschied macht uns alle sehr traurig.» Swiss Olympic werde zusammen mit dem Team Lausanne 2020 alles daran setzen, die Organisation der Winter-Jugendspiele in Lausanne im Sinne von Patrick Baumann weiterzuführen, so Stahl.

Bach: «Das ist ein grosser Schock»

Im IOC galt Baumann, der neben deutsch und französisch auch fliessend italienisch, spanisch und englisch sprach, als bestens vernetzt. Der Schweizer war Vorsitzender der IOC-Bewertungskommission für die Sommerspiele 2024 in Paris und galt bei vielen auch als potenzieller Nachfolger von IOC-Präsident Thomas Bach. Der Deutsche seinerseits erklärte in einem Communiqué, dass Baumanns Tod «ein grosser Schock ist, der uns alle sehr hart trifft. Wir haben Mühe, diese schreckliche Nachricht zu verarbeiten.» Und Bach, der sich in diesen Tagen ebenfalls in Argentinien befindet, sagte weiter, dass «wir einen jungen und sympathischen Leader verloren haben, der voller Hoffnung war und der für die Zukunft des Sports eingestanden ist».

Auch Bundesrat Guy Parmelin habe mit grosser Anteilnahme von Baumanns überraschendem Tod Kenntnis genommen, so heisst es in einem Tweet des VBS. «Wir verlieren eine grosse Persönlichkeit. Meine Gedanken sind bei der Familie», so der Sportminister. In einem Communiqué des Waadtländer Staatsrats und der Gemeinde Lausanne ist von «Bestürzung» die Rede, und davon, dass der Verstorbene «eine grosse Lücke» hinterlassen werde.

Baumann zu Ehren wehen die Flaggen am IOC-Hauptsitz in Lausanne und in Buenos Aires drei Tage lang auf halbmast. Im Olympischen Dorf wird das IOC zudem eine Trauerfeier für den zweifachen Familienvater abhalten. Swiss Basketball veranlasste, dass am Sonntag zu Ehren Baumanns vor den Spielen der NLA und NLB eine Schweigeminute abgehalten wurde.

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