Schweizer Hoffnungen am Comeback des Swiss Open

Nach einem Unterbruch von acht Jahren findet ab Donnerstag wieder ein Profi-Golfturnier der europäischen Frauentour (LET) in der Schweiz statt. Austragungsort des Swiss Ladies Open ist Holzhäusern ZG.

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Junge Frauen-Power aus Lausanne: die Schwestern Kim (links) und Morgane Métraux

Junge Frauen-Power aus Lausanne: die Schwestern Kim (links) und Morgane Métraux

KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD
(sda)

Das Turnier in Losone unter der Bezeichnung Deutsche Bank Ladies Swiss Open hielt sich mit beachtlichem Erfolg und teils hochwertigen Teilnehmerfeldern von 2006 bis 2012. Danach sind aus verschiedenen Gründen alle Bestrebungen gescheitert, in der Schweiz weiterhin ein Turnier der Haupttour der Frauen durchzuführen.

In dieser Woche spielen am Westufer des Zugersees 126 Golferinnen aus 27 Ländern über drei Runden von Donnerstag bis Samstag um ein Preisgeld von 200'000 Euro.

Aus Schweizer Sicht darf man etwas erwarten. Die Lausanner Schwestern und Jungprofis Kim (25) und Morgane (23) Métraux haben sich Anfang Jahr als feste Mitglieder für die Ladies European Tour qualifiziert. Beide sind Hoffnungen für den Schweizer Frauengolfsport. Über ihnen steht noch Albane Valenzuela. Die Genferin, seit Ende 2019 Profi, hat sich das Startrecht auf der grössten Frauentour, der LPGA-Tour in den USA, erarbeitet. Sie ist in Übersee domiziliert und startet deshalb in Holzhäusern nicht.

Zu sehen ist dagegen die Tessinerin Anaïs Maggetti. Die Golferin aus Losone startete vor mehr als zehn Jahren erfolgreich und mit einer Reihe guter Ergebnisse auch am Heimturnier, dem Ladies Swiss Open, in die Profikarriere. In der Folge nahm sie die weiteren Stufen hinauf zur europäischen Spitze nicht. Während die Métraux-Sisters im Qualifikationsturnier promovierten, benötigte die 29-jährige Maggetti ein paar Schläge zu viel, sodass sie derzeit über kein offizielles Spielrecht auf der Tour verfügt.

Im Feld in Holzhäusern, in dem von der Migros betriebenen Golfpark, stehen verschiedene Spielerinnen mit klangvollen Namen. Zu ihnen zählen die Südafrikanerin Stacy Lee Bregman, die Waliserin Lydia Hall, die Finnin Ursula Wikström und die Norwegerin Marianne Skarpnord, die vor elf Jahren in Losone gewann. Die weiteren Schweizer Profis sind Melanie Mätzler, Clara Pietri, Rachel Rossel, Christina Gloor und die routinierte Engadinerin Caroline Rominger.