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Schweizer Golfer zu weiterem Sieg befähigt

In dieser Woche tritt zum ersten Mal seit 24 Jahren ein Schweizer Golfprofi an einem Schweizer Turnier der zweithöchsten Tour als Titelverteidiger an. Es ist der 24-jährige Thurgauer Joel Girrbach.
Joel Girrbach an der Arbeit im Bunker (Bild: KEYSTONE/OLIVIER MAIRE)

Joel Girrbach an der Arbeit im Bunker (Bild: KEYSTONE/OLIVIER MAIRE)

(sda)

Das am Donnerstag beginnende, mit 180'000 Euro dotierte Turnier der europäischen Challenge Tour ist für die breite Gruppe der Schweizer Profis in zweierlei Hinsicht wichtig. Zwölf von ihnen bekommen im Golf Sempachersee eine fabelhafte Startgelegenheit. Dank dem internationalen Austausch von Wildcards können überdies verschiedene Schweizer Spieler Challenge-Tour-Turniere im Ausland bestreiten, für die sie nicht qualifiziert wären.

Über ein reguläres, fixes Spielrecht auf der Challenge Tour verfügen in der laufenden Saison nur Joel Girrbach und der erst in seinem zweiten Jahr als Profi stehende Zürcher Marco Iten. Beiden ist zuzutrauen, dass sie in dieser Woche hoch über dem Sempachersee um den Sieg mitspielen.

Die Sache mit der Titelverteidigung

Jeglicher Golfprofi mag es nicht, wenn er - wie Girrbach - auf der Challenge Tour den Titel aus dem Vorjahr verteidigt. Denn die Titelverteidigung bedeutet nur, dass der betreffende Spieler trotz seines Sieges am Ende der Saison nicht in die grosse Europa-Tour aufgestiegen ist. Der Aufstieg ist jeweils den besten 15 der Jahreswertung vorbehalten. Girrbach verpasste eine solche Klassierung Ende 2017 recht deutlich. An den verhältnismässig hoch dotierten Turnieren im Herbst gelangen ihm keine Spitzenergebnisse mehr.

Rusch bleibt konsequent

Die Hoffnungen auf den Aufstieg eines Schweizer Golfers lasten derzeit auf den Schultern von Iten, Girrbach, Benjamin Rusch und dem liechtensteinisch-schweizerischen Doppelbürger Mathias Eggenberger aus dem Rheintal. Von den vier ist Rusch in Hildisrieden nicht am Start. Der 28-jährige Thurgauer, wie Girrbach Mitglied im Golfclub Lipperswil, gewann im März im marokkanischen Agadir ein Turnier der Pro Golf Tour, des in Deutschland beheimateten Circuits der dritten Stufe.

Dank weiteren guten Ergebnissen belegt Rusch in der Gesamtwertung der Pro Golf Tour derzeit den 2. Rang. Am Ende der Saison steigen die besten fünf in die Challenge Tour auf. Dieses Zwischenziel verfolgt Rusch konsequent. Deshalb spielt er in dieser Woche nicht in der Schweiz, sondern in Österreich, in St. Pölten.

Früherer Crans-Sieger am Start

An der Swiss Challenge sind verschiedene Profis im Einsatz, die früher Erfolg hatten, danach das Spielrecht auf der grossen Europa-Tour einbüssten und jetzt um den Wiederaufstieg kämpfen. Einer von ihnen ist Ricardo Gonzalez. Der Argentinier mit Jahrgang 1969 machte sich in den Nullerjahren mit vier Siegen auf der Europa-Tour einen Namen. Unvergesslich ist sein erster Triumph, jener am Omega European Masters in Crans-Montana im September 2001. Er verwies den damals starken Dänen Sören Hansen auf den zweiten, und das legendäre amerikanische "Walross" Craig Stadler, Sieger des US Masters, auf den dritten Platz. Den Stars Ernie Els und Lee Westwood nahm Gonzalez zwölf Schläge ab.

Bekannt ist Gonzalez' Sieg in der Schweiz auch in einem zeitlichen Zusammenhang. Als er sich am 9. September am 18. Loch in Crans feiern liess, war die Welt gerade noch in Ordnung. Keine zwei Tage später krachten Flugzeuge in die Twin Towers von New York. Man schrieb den 11. September 2001.

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