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Schweiz als Mitfavorit in der Schweizer Domäne

Seit der Einführung der WM 2008 dominiert die Schweiz das Mixed-Doppel-Curling. Michèle Jäggi und Sven Michel wollen es belassen. Für die am Samstag beginnende WM in Östersund sind sie Mitfavoriten.
Sven Michel im Mixed-Doppel vor neuer Herausforderung (Bild: KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS)

Sven Michel im Mixed-Doppel vor neuer Herausforderung (Bild: KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS)

(sda)

Seit der Einführung der WM 2008 dominiert die Schweiz das Mixed-Doppel-Curling. Michèle Jäggi und Sven Michel wollen es belassen. Für die am Samstag beginnende WM in Östersund sind sie Mitfavoriten.

Von den bislang zehn ausgespielten Weltmeistertiteln im Mixed-Doppel gingen je zwei nach Russland und Ungarn. Und sechs in die Schweiz. Zu dieser ausserordentlichen Erfolgsserie passte es auch, dass das CC-Glarus-Team Jenny Perret/Martin Rios, auch als die Chiflers bekannt geworden, im Februar in Südkorea aus dem ersten olympischen Medaillensatz in dieser jungen Disziplin Silber mitnahm, nach einer Finalniederlage gegen den hohen Favoriten Kanada.

Die Olympia-Premiere der jungen Sparte glückte nicht nur aus Schweizer Sicht vollauf. Dass das curlerische Niveau des Turniers nicht an jenes des klassischen Curlings in Viererteams herankam, war unbedeutend. Mixed-Doppel-Curling bringt aufgrund der Spielregeln mehr Spektakel. Eine Partie dauert nicht gegen drei Stunden wie im Vierer-Curling, sondern in der Regel weniger als zwei Stunden. Im IOC lobte man den jungen Wettbewerb als Bereicherung. Die Chancen stehen gut, dass die Disziplin ein Fixpunkt in den Programmen künftiger Winterspiele wird.

Im Hinblick auf das Olympia-Turnier in Südkorea schöpften nicht alle grossen Curling-Nationen ihr Potenzial aus. Schweden und Schottland beispielsweise entsandten verhältnismässig schwache Duos an die beiden für die Olympia-Qualifikation massgebenden Weltmeisterschaften 2016 und 2017. Prompt fehlten in Pyeongchang beide Nationen. Dies dürfte sich spätestens für die WM 2020 ändern, an der es um die ersten Quotenplätze für die Winterspiele 2022 gehen wird.

Sven Michels Erfahrung

Mit ihrem Können und ihrer Erfahrung werden Michèle Jäggi und Sven Michel in Östersund zu den Titelanwärtern gehören. Michèle Jäggi, 30-jährige Bernerin aus Ittigen, brachte es trotz ihrer unbestrittenen individuellen Fähigkeiten als Skip im klassischen Curling nie zu Titelehren. In ihrer besten Saison 2011/12 verlor sie mit der Crew des CC Bern den Final der Schweizer Meisterschaft und damit die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im Zusatz-End gegen Mirjam Ott. Ott wurde hierauf mit dem Davoser Team Weltmeisterin. Auch gegen weitere starke Konkurrentinnen wie Binia Feltscher, Alina Pätz oder Silvana Tirinzoni konnte sich Jäggi nicht durchsetzen. Im Verbund mit Sven Michel jedoch stellte sich der Erfolg ein. Die beiden gewannen die Schweizer Meisterschaft hoch überlegen.

Der ebenfalls 30-jährige Interlakner Sven Michel ist nebst dem Olympia-Dritten Peter De Cruz vom CC Genf der erfolgreichste Schweizer Skip der letzten acht Jahre. In seinem besten Winter wurde er 2013 mit Adelboden Europameister. Ob Jäggi/Michel die Qualifikation für Olympia 2022 anstreben werden, ist offen. Michel wird ab der nächsten Saison als Nummer 3 und Nachfolger des aus beruflichen Gründen zurücktretenden Claudio Pätz in der Genfer Männerformation spielen, für die die Teilnahme an den Winterspielen in Peking das vorrangige Ziel sein wird.

WM einstweilen als Jekami

Von den Siebzigerjahren bis heute ist der Curling-Weltverband WCF von 10 auf 60 Mitgliedernationen angewachsen. Die jüngsten, am Curling-Weltkongress im September 2017 aufgenommenen Mitglieder sind Afghanistan, Kirgisien, Portugal und Saudi-Arabien. Die breite TV-Präsenz während Olympischen Winterspielen hat viel zum wachsenden Interesse in Ländern beigetragen, in denen normalerweise kaum Wintersport betrieben wird.

Während die Teilnahme an den Weltmeisterschaften im klassischen Curling (Viererteams) den jeweils besten 13 Nationen vorbehalten ist, führt der Weltverband die Mixed-Doppel-WM einstweilen mit offenen Teilnehmerfeldern durch. Für die anstehenden Titelkämpfe in Östersund sind Teams aus 40 Nationen eingeschrieben. Sie tragen die Vorrunde in fünf Achtergruppen aus. Unter den Teilnehmern sind beispielsweise Hongkong, Israel sowie die südamerikanischen Curling-Satelliten Brasilien und Guyana.

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