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Schmerzhaftes Ende für Federer am US Open

Nach Stan Wawrinka verliert auch Roger Federer seinen Viertelfinal am US Open. Der 38-jährige Basler unterliegt dem Bulgaren Grigor Dimitrov (ATP 78) in 3:12 Stunden 6:3, 4:6, 6:3, 4:6, 2:6.
Schmerzhaftes und abruptes Ende: Roger Federer ist am US Open ausgeschieden (Bild: KEYSTONE/AP/CHARLES KRUPA)

Schmerzhaftes und abruptes Ende: Roger Federer ist am US Open ausgeschieden (Bild: KEYSTONE/AP/CHARLES KRUPA)

(sda)

Nach zwei Gala-Vorstellungen in den Runden überzeugte Federer gegen den weit zurückgefallenen Masters-Champion von 2017 nur zu Beginn. Er startete gleich mit einem Break zum 2:0 und holte sich den ersten Satz in nur einer halben Stunde. Danach wurde Dimitrov aber in gleichem Masse stärker wie der Schweizer mehr Fehler einstreute. Federer bekundete Mühe mit dem Timing, wenn er forcieren wollte kamen viele Eigenfehler, sowohl auf der Vor- als auch der Rückhand. Bis zum Ende kamen nicht weniger als 60 unerzwungene Fehler zusammen.

Ein Grund dafür: Beim Aufwärmen am Nachmittag hatte sich Federer eine leichte Verletzung im Nacken zugezogen. «Das gehört dazu», wiegelte er ab. «Ich hatte auch so meine Chancen, mein Fehler, dass ich sie nicht genutzt habe.» Er sprach von einer verpassten Gelegenheit. «Ich hatte mich vorher gut gefühlt und hätte nach dem Viertelfinal zwei Tage Pause gehabt.» Federer glaubt, dass der Nacken bis dann wieder völlig in Ordnung gewesen wäre. «Aber das ist nicht der Moment meines Körpers», betonte er. «Das ist Grigors Moment. Er hat es gut gemacht und sich den Sieg verdient.» Zuvor hatte Dimitrov in sieben Duellen mit Federer nur zweimal einen Satz gewonnen.

Da auch der Aufschlag nicht wie gewünscht Wirkung zeigte, musste der 38-jährige Basler auch bei eigenem Service fast in jedem Game kämpfen. Im zweiten Satz holte er ein erstes Break zurück, nur um dann bei 4:5 gleich wieder seinen Aufschlag abzugeben. Den dritten Durchgang holte sich Federer dank eines Zwischenspurts vom 2:3 zum 6:3, doch im vierten Satz geriet er gleich wieder 0:3 in Rückstand.

Nach einem medizinischen Timeout vor dem Start des fünften Satzes gab Federer gleich wieder seinen Aufschlag ab. Er bewegte sich dabei äusserst schlecht und war bei fast allen Schlägen zu spät. Dimitrov behielt die Nerven und spielte genau richtig. Erst beim Stand von 0:4 brachte der Schweizer noch seinen zweimal seinen Aufschlag durch, von einer Wende war er aber weit entfernt. Im fünften Satz gewann der Schweizer nur noch 13 Punkte.

Für Dimitrov geht hingegen ein märchenhaftes Comeback weiter. Die ehemalige Nummer 3 steckte in einer tiefen Krise. Vor dem US Open hatte er bei sieben Turnieren nur gerade ein Spiel gewonnen. Nun steht er zum dritten Mal nach Wimbledon 2014 (Niederlage gegen Federer) und dem Australian Open 2017 (gegen Rafael Nadal) in einem Grand-Slam-Viertelfinal.

Statt Federer gegen Wawrinka heisst der Halbfinal am Freitag nun Dimitrov gegen Daniil Medwedew, die Nummer 5 aus Russland. Federer ist aber überzeugt, dass er nicht lange ausfallen wird und er die Nackenschmerzen nur noch «ein oder zwei Tage» spüren wird. Bis zum Laver Cup in gut zwei Wochen in Genf sollte er wieder fit sein.

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