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Schlittschuhclub Bern leistet sich auch in den Halbfinals Fehlstart

Der SC Bern kann in Spiel 1 des Playoff-Halbfinals gegen Biel nicht wie erhofft auftrumpfen. Vielmehr werden die Berner von den Seeländern in die Schuhe gestellt.
Nachdenkliche SCB-Spieler nach der Heimniederlage gegen Biel (Bild: KEYSTONE/MARCEL BIERI)

Nachdenkliche SCB-Spieler nach der Heimniederlage gegen Biel (Bild: KEYSTONE/MARCEL BIERI)

(sda)

Und plötzlich kommt da beim grossen Schlittschuhclub Bern Beunruhigung auf. Wann läuft es endlich wieder? So wie zuletzt im Januar, als Bern sechs Spiele hintereinander gewonnen und dabei kaum Gegentreffer zugelassen hat. Die erfolgsverwöhnten Berner Akteure gingen im Hinterkopf davon aus, dass gegen den EHC Biel, der zuvor in 16 Partien zwölfmal besiegt worden war, alles wieder wie am Schnürchen laufen würde. Am Ende verliessen die Berner das Eis mit langen Gesichtern. «Ich bin baff, was alles passiert ist», sagte Verteidiger Eric Blum. «Wir müssen dringend über die Bücher», meinte Beat Gerber.

Klar ist: Bern spielt derzeit kein SCB-Hockey! Was ist SCB-Hockey? SCB-Hockey ist, wenn der Gegner mit Leidenschaft dominiert, überlaufen, eingeschüchtert, niedergerungen und erdrückt wird. Am Dienstag aber dominierte Biel und hätte nach 30 Minuten 5:0 oder 6:0 statt 3:0 führen müssen. Die Bieler liefen dem Gegner um die Ohren. Die Seeländer gewannen die wenigen Zweikämpfe, denen die Berner nicht aus dem Weg gehen konnten. «Was wir geboten haben, ist nicht akzeptabel», sagte der Tscheche Jan Mursak.

Eine grosse Frage lautet: Wie viel Kalkül steckt hinter dieser Berner Spielweise? Will Berns Coach Kari Jalonen tatsächlich so spielen lassen? Ein zu passives Auftreten seiner Mannschaft und Rechenschieber-Hockey wurden dem Berner Erfolgstrainer schon vor den Playoffs vorgehalten. Tatsächlich forderte Jalonen in der Kabine nach dem ersten Abschnitt oder beim frühen Timeout nach 27 Minuten nicht mehr Leidenschaft oder Emotionen, sondern weniger Puckverluste und simplere Pässe beim Spielaufbau.

Für eine Polemik ist es noch zu früh. Noch immer gilt der Schlittschuhclub Bern als Titelanwärter Nummer 1. Schliesslich gewann Biel von den letzten zwölf Heimspielen gegen Bern nur drei. Schon am Donnerstag kann der SCB mit einem Auswärtssieg die Vorteile wieder auf seine Seite holen. Und wenn Goalie Leonardo Genoni plötzlich wieder heiss läuft wie in den Monaten Dezember und Januar, als er in 11 von 15 Spielen maximal ein Gegentor zuliess (mit 6 Shutouts), dann muss Bern nicht einmal besser spielen als zuletzt gegen Servette oder Biel.

Zumindest für den Donnerstag ruhen die Berner Hoffnungen auf der Auswärtsstärke. Gegen Servette setzte sich Bern im «Hexenkessel Les Vernets» in den Viertelfinals immer durch, wenn auch nicht immer souverän. Nur in den Playoff-Heimspielen ist seit der Halbfinalserie vor einem Jahr gegen die ZSC Lions der Wurm drin. Bern verlor in der eigenen Arena fünf der letzten sieben Playoff-Heimpartien. Woran liegts? «Wenn wir das wüssten, hätten wir es längst abgestellt», meint Eric Blum. «Bis jetzt unterliefen uns auswärts viel weniger Fehler», erklärt Beat Gerber.

Noch tönen die Berner Absichtserklärungen nicht nach Durchhalteparolen. Im Training am Mittwoch wurde die Startniederlage abgehakt, die Stadtberner schauen vorwärts. Und sie hoffen, dass sie am Donnerstag nicht wieder neben den Schuhen stehen, in die sie am Dienstag vom EHC Biel gestellt worden sind.

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