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«Salvini soll an Italien denken, nicht an Milan»

Milans Trainer Gennaro Gattuso sagt dem italienischen Innenminister die Meinung. Dieser soll mehr an sein Land denken und weniger über Fussball diskutieren.
Milans Coach Gennaro Gattuso legte sich am Sonntag mit Italiens Innenminister Matteo Salvini an (Bild: KEYSTONE/EPA ANSA/MATTEO BAZZI)

Milans Coach Gennaro Gattuso legte sich am Sonntag mit Italiens Innenminister Matteo Salvini an (Bild: KEYSTONE/EPA ANSA/MATTEO BAZZI)

(sda)

Matteo Salvini ist seit diesem Sommer Innenminister von Italien. Er politisiert am rechten Rand der rechtspopulistischen Regierungspartei Lega Nord und poltert über alles mögliche: über Fahrende und Flüchtlinge, über Ausländer ganz allgemein, über den Süden im eigenen Land und über Europa. Und zuletzt auch über Gennaro Gattuso, den Trainer seines Lieblingsklubs AC Milan.

Am Sonntag, nachdem die von grossen Verletzungssorgen geplagte Mailänder Mannschaft auswärts gegen Lazio Rom ein beachtliches 1:1 erreicht hatte, kritisierte Salvini mal wieder die Taktik und die personellen Entscheide von Gattuso. Insbesondere hat dem Politiker missfallen, dass der Trainer im ganzen Spiel keinen einzigen Wechsel vorgenommen hat; für Salvini der Hauptgrund, weshalb Milan in der 94. Minute noch den Ausgleich kassierte.

Mit seiner Kritik ist Salvini bei Gattuso an den Falschen geraten. Die Replik des Trainers an den Innenminister liess entsprechend nicht lange auf sich warten. An der Pressekonferenz sagte Gattuso: «Ich spreche auch nicht über Politik, weil ich davon nichts verstehe. Salvini möchte ich auf den Weg geben, nur an Politik zu denken, denn wir haben viele Probleme in diesem Land. Es macht mich wütend, wenn ein Politiker bei allen diesen Missständen in Italien über Fussball und über Milan spricht. Seit einiger Zeit kritisiert er dies und das an meiner Arbeit, dabei könnte ich ihm auch ein paar Dinge über Italien an den Kopf werfen.»

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